Der »blaue Skipetarenlöwe« hat im Löwenforum ein paar Reiseberichte aus dem Kosovo geschrieben. Wir finden, dass sie wert sind, auch hier zu erscheinen. Danke an den Autor!
Die guten Nachrichten reißen nicht ab. Das soll noch einer behaupten, die Löwenfans müssten leiden. Die Baürn aus der Schwammerlliga draußen, nix Meister, und nächstes Jahr im Cup der Verlierer am Start, Schalke nicht mal Meister der Herzen, die Amas haber wider meinen Erwartungen den Klassenerhalt gepackt, das Parken am Kaiserdome wird gleich auf 10 statt der von mir erwarteten 8 Euro angepasst«, und die blauroten Disneyland-Löwen hatten seit 1994 mal wieder einen Big Point (lässt man mal das 0:1 gegen Cottbus aus der Saison 2000/01 außen vor) gesetzt, in dem man den Vorstadtsverein mit einem Sieg einen Schritt weiter in Richtung 3. Liga geschickt hatte. Bitter wäre natürlich ein Sieg gewesen, und die Arschlöcher aus der Vorstadt hätten sich trotzdem gerettet. Typisches Löwenschicksal eben. Hätte ein bisschen was von dem faden Beigeschmack der beiden Derbysiege 1999/00 gegen den Vermieter gehabt. Klar war es geil, zweimal gegen den FC Großkotz zu gewinnen, aber Meister sind sie trotzdem geworden. Muss auch mal gesagt werden.So richtig in die Suppe gespuckt wurde den Roten seinerzeit also nicht. Das machten heür und die letzten Jahre aber glücklicherweise Mannschaften wie Chelsea und AC Mailand oder eben auch Stuttgart und Bremen, die sich statt protziger Arenen einfach nur gute Einkaufspolitik leisten,wobei letztgenannter Klub auch noch einen Spieler, wie zum Beispiel Frings in seinen Reihen hat, der bei der Vertragsverlängerung auf sein »Herz gehört« hat und seinen Servus für vier Millionen Euro netto per anno unter den neuen Kontrakt gesetzt hat. Schön, dass es sowas noch gibt. Uwe Seeler, ach was Fritz Walter lässt grüßen.
Man selbst befand sich während der abgelaufenen Saison weder in der Gefahr des Abstiegs noch in der Gefahr des Aufstiegs (beides hätte fatale Folgen gehabt), so dass man sich, wie gewohnt unter der Regentschaft des Dicken, auf die letzten Spiele der Saison ungefähr so freute wie auf das kleine Giesinger Derby zwischen dem SV Agfa und dem SC 1906 am Sonntag morgen um 9.00 auf roter Asche, nachdem man um 5 Uhr ausm Mathäser Weißbierkeller gestolpert war (auf dessen Platz mittlerweile ein hübscher amerikanischer Multiplex-Kasten steht quasi ein Vorbote für den Abriss weiterer echter Münchner Traditionsstätten zugunsten seelenloser Stahl- und Glaskomplexe, gleichbedeutend mit den 10 Plagen im alten Testament, näheres unter thebricktestament.com¹).
Erfreuliche Ausnahme zum Saisonausklang waren eben die Spiele gegen die Bobfahrer,das X-tausend-Spiel der Amateure gegen Wehen und das kleine Derby. Ansonsten waren es für die Profimannschaft wieder die üblichen Spiele zum Saisonausklang um die goldene Ananas, wie zu glorreichen Bundesligazeiten, der »erfolgreichsten Zeit« von 1860, deren Zeche erst jetzt bezahlt wird. Seinerzeit konnten die Zocker also darauf wetten, ob Wolfsburg oder 1860 Neunter wird.
Weit weg von allen Löwensorgen werde ich auf dem Balkan zwar mit internationalem Fußball vom Screen aus reichlich und bestens versorgt ich denke hier zum Beispiel an die Tore von Rooney im Hinspiel gegen Mailand oder aber auch an die Kopie des Maradona-Tores von Messi in einem Punktspiel, dieses mit Kälberblut hochgespritzte Wunderkind, dessen Fähigkeiten im Dribbling ungefähr so hoch sind wie mein Talent, Ende September in einem 10.000-people »beer tent« fünf Liter Bier zu vertilgen; und das Ganze auch noch tagsüber), doch dank Internet und toller Thomas-Herrmann-Kommentare am Montagabend bekomme ich auch so ausreichend Info über die Zweitliga-Tristesse als Mieter im Stadion des Erzfeindes, die tolle »Spendenaktion für einen starken und erfolgreichen Kader nächste Saison« oder aber auch die Ziffzerschen Attacken sowie diverse Rücktrittsgerüchte und -gesuche, postives jedoch auch, wie die X-Tausend-Aktion, zu der ich dann auch aus Pristina angereist war.
Der Heimaturlaub im Mai sollte zwar im Fokus der sozialen Eingliederung in Familie und Freundeskreis stehen, doch es galt Schwerpunkte zu setzen, so dass ich letztendlich auf das kleine Derby verzichten musste, mir jedoch die Spiele gegen Wehen und eben das gegen Haching live geben konnte. Auch wenn der Weg zum Spiel der Disneylandlowen in die Kickervollzugsanstalt am Rande der Stadt beschwerlich war die Vorfreude auf das X-Tausend-Ereignis in der richtigen Heimat der Löwen zwei Wochen später überwog gewaltig. Die Freikarte für das Spiel am Autobahnkreuz war bereits vom Balkan aus organisiert worden, und das Hochlatschen der Esplanade sollte auch ein guter Ersatz zur verpassten Fronleichnamsprozession werden. Das einzig positive am Weg zum Bayernstadion war, dass mir die BlüLady vorm Zaun gleich vier Amatickets offerierte, die ich gerne bezahlte.
Schade, dass mich der Hass auf Haching in die AA gezogen hatte und nicht die Freude auf 1860. Denn 1860 gibts ja leider nicht mehr.
Wobei man sagen muss, dass der Besuch in Fröttmaningen schon sein eigenen Reiz hatte: Sogar a bisserl englisches Flair kam auf, jedoch nicht auf den Ground bezogen, sondern deswegen, weil sich haufenweise Besucher klaglos in den verschiedensten Warteschlangen einreihten, egal ob vorm Scheißhaus, an den Kiosken oder an den humanoiden Kiosken für die »Arena-Card« oder aber im Parkhaus, auch hier zunächst am Parkscheinautomat und dann nochmal schön gemütlich im Stau bei laufendem Motor gell, Herr Monatzeder!), obwohl uns immer wieder erzählt wurde, dass es in der AA weniger Wartezeiten gäbe (und denen solls im Grünwalder nicht komfortabel genug sein? Da lach ich aber!). Höchst erfreulich war jedoch auch der Umstand, dass immer noch jede Menge Anja-Tanjas beim »Fuaßboi« anzutreffen sind (bin auch schon gespannt auf die »Brittas«,wenn Hoffenheim und Wehen nach München kommen). Ein Haufen hübscher Mädels also im Stadion, der Fraünanteil sogar höher als in so In-Schuppen wie dem »Albatros« oder »Alten neuenn Hut«, dessen männliches Klientel mich an so manchen Samstagabenden an längst verloreren geglaubte Westkurvenbesuche zu Bayernligazeiten erinnerte.
1:0 also die Bobfahrer heimgeschickt, ein schönes hässliches 1:0, und nach dem Schlusspfiff höre ich nicht die klappernden Hufe der Polizeipferde hinter mir, sondern das Klappern der Stöckelschuhe dreier Grazien, rein optisch Typ Fußballerfreundin ausm Manni-Bender-Umfeld (»Herr Bender, was haben Sie sich nach Ihrem Foul an Manfred Schwabl gedacht?« »Dass I a Depp bin«), jedoch nicht prollig, nehme an aus dem Grünwalder, Unterhachinger oder Deisenhofener »Gei«, bevorzugte Schuppen Waldeslust, zur Wiesn wohl Hippodrom und Nymphenburg-Weinzelt, die ebenfalls über die mittlerweile verstaubte Esplanade gingen, bevor ihre Prachtkörper in den Tiefen des 60-Millionen-Euro-Parkhauses verschwanden. Dort öffneten sie aus 60 Meter Entfernung mittels Funksignal die Türen des dunklen BMW X5, der gekonnt geparkt in dem vorgesehen Raum des »parkingslot« stand und nicht wie gewohnt mir vier Reifen auf dem Gehweg einer Straße innerhalb des Mittleren Rings während dem blauen Skipetarenlöwen eine Sardinenfahrt in der U6 bevorstand. Mit verstaubten Mund natürlich, da seine Abneigung gegen Systemgastromie, insbesondere solcher, die nur dem Vermieter zugute kommt, stärker war als sein Verlangen nach am gepflegten Hellen. Also hardbodymassig (danke, B.E. Ellis) isses durchauch ok im Baürnstadion, egal ob Original oder Fälschung drin spielt. Dass ich dies so ohne weiteres klaglos hinnahm, lag daran, dass ich mir in Block 130/131 meine Ration Assos schon reichlich abgeholt hatte. Ein aus vermutlich mindestens im dreistelligen Kilometerbereich westlich von München entfernt stammender, total praller Löwenkunde stand genau eine Reihe über mir und pöbelte, was das Zeug hielt. Selbstverständlich unabhangig vom Spielverlauf. Dies erfreute mich, dass es sowas auch im Kommerztempel noch gibt und ließ meine Sorge, dass er mir ins Gnack speim würde, doch etwas erträglicher erscheinen. Denn solange er pöbelt, speibt er ned. Nein, nein, solche wie er gehen überall hin, egal, wo ihre Löwen spielen. Da kann zum Glück auch das neu hinzugewonnene Opernpublikum nix ändern. Sollte es tatsächlich ein zur Rettung der Heimat initiertes »Saufen fürs Sechzger« geben, hoffe ich, dass der Typ am Start ist. Allein schon mit seinem Durst könnte man danach die komplette Ostkurve luxussanieren.
Fazit: Schlecht war der Platz in der AA nicht, auch jede Menge altbekannter Gesichter dort gesehen, aber das Drumherum halt ist und bleibt einfach Scheiße. Mit Freikarte isses nicht wesentlich besser, aber mei.
Der Stammgast, ein angesehener Pasinger Apotheker seit über 30 Jahren, erzählt mir, dass unser verehrter KHW (ebenfalls aus Pasing stammend), im Vorlaüfer des jetzigen »Confetti« als Schankkellner und Rausschmeißer angefangen hätte. Das »Confetti«, am Pasinger Marienplatz Ecke Bodenseestraße gelegen, hieß zu jungen Wildmoserzeiten noch »Pappschachtel«, hatte bis lang in den Morgen geöffnet und ungefähr so einen Ruf hatte wie das »Dance and Dine« in der Sonnenstraße oder das »Allee-Café« früher am Eck Landshuter Allee rechts, wenn man Richtung Oly fährt, und Nymphenburger Straße. Also viel Grattlerpublikum, somit für Wildmoser nix besonderes, da sich gleiches gerne zu gleichem gesellt. Als ich das höre, wünsche ich mir, sofort in eine Zeitmaschine zu steigen und mich zurück in die frühen 60er Jahre beamen zu lassen, um sofört nach erfolgreicher Landung sauber in der Pappschachtel zu zechen. Natürlich ohne an Pfenning in der Tasche, und wenn da KHW an den Tisch kommt und brummt »Zoihn«, dann sauber aufs Lendenschürzal speim (ich hol aus meiner Tasche einen Hamburger raus, beschmier ihn mit Senf, lach ihn erstmal aus ). Und dann: »Mahlzeit!« Wahrscheinlich kammad er dann mitm Herrn Kambli als Verstärkung und hätte mich aus der Gaststätte geklagt.
Zwei Wochen später dann endlich Aktion X-Tausend:
Manche Dinge kann man halt nicht erzwingen, sondern man muss halt auch mal warten können. So gesehen war das endgültig am 22. Mai 2005 verloren gegangene Löwenfeeling an jenem denkwürdigen 18. Mai 2007 wieder aufgeflammt: Im Grünwalder nochmal einen Hauch von Sechzig spüren der Weg von der Silberhornstraße in Richtung Heimat, den grünen August im Anschlag, der Einkehrschwung beim »Asterix« im Altgiesing, das Helle für faire 2,50 Euro (wo die Old Firm mit verheilten Handknöcheln ebenfalls präsent war), die übrigens nicht in die Vermietertasche wandern, weiß-blau gekleidete aber auch blaue weiße Menschen in und vor den Kneipen, gehisste Löwenfahnen links und rechts entlang der TeLa, die jedem frisch gelandeten Alien sofort gezeigt hätten, wer in Giesing zuhause ist, der schallende Support der Gegentribüne, Ordner, die die Karten abzwicken (und keine Drehkreuze), die tief stehende Sonne hinter der Westkurve, die Transparente an den Zäunen, die schon so manch vergraulter Löwenfans eingemottet zu haben schien, die Oberleitung der Trambahn nach Großhesselohe, gemütlich nach Süden tuckelnd, die handbetriebene Anzeigentafel, deren Bedienung durch mich in 30 Jahren bei einem Pflichtspiel der 1. Mannschaft meinem etwaigen Rentnerleben Sinn verleihen würde, der Hass auf den FC Kunibuler, immer wieder durch die 7000 »Hanseln«, wie sie KHW bezeichnen würde, zum Besten gegeben, ein 0:2 gegen einen fest stehenden Aufsteiger in ein 2:2 verwandelt. Ja, die Sonne schien wirklich von Tag bis in die Nacht, im Grünwalder Stadion.
Zefix, ja ich hatte nicht so einen geiiiiiiilen Abend erwartet. Schade, dass ein paar Leute meinten, auf den Zaun steigen zu müssen um damit wieder mit dem Arsch das niederzureißen, was die Macher mit viel Mühe aufgebaut hatten. Trotzdem: Es war herrlich.
Die übliche Tour durch das reichhaltige gastronomische Angebot durch Giesing konnte nicht in vollen Zügen genossen werden, denn am nächsten morgen ging es mit dem Auto wieder zurück in den Kosovo. Tief beeindruckt von dem, was an diesem Freitagabend passiert war, verflogen die Stunden im Auto in Windeseile, denn immer wieder kam die Wut in mir hoch, weil mir der Dicke zusammen mit seinem korrupten kriminellen Sohn dieses geile Fußball- und Löwenfeeling zugunsten ihres eigenen Ego und Geldbeutels gestohlen haben. Das Auto war frisch durchgecheckt worden, und auf Höhe Ljubiljana erfahre ich per SMS, dass Stuttgart den Meistertitel klargemacht hat. Übrigens komme ich eine Woche später nach dem Sieg der Nürnberger im Pokalfinale zu der Erkenntnis, dass beide deutschen Titel an Mannschaften gingen, die noch in Stadien, zwar mit Laufbahnen, aber eben in Stadien spielen und nicht in Arenen, zu denen ja jeder ambtionierte Profiverein tendiert, und in denen neben den VIP- und Business-Seats auch die Erfolgsgarantie mit einzementiert wird, wie man es ja treffend in Mönchengladbach gesehen hat. Dass zwar mit Mainz und Aachen zwei Mannschaften mit geilen Stadion ebenfalls mit runter müssen, ist auch in Ordnung, weil ja beide schon die Arena-Pläne griffbereit in der Schublade liegen haben und zwar nicht an den alten Standorten, was ich noch irgendwie einsehen würde, sondern wieder irgendwo in der Pampa, also wie in München. Vielleicht nehmen sie sich besser Bielefeld und Bochum zum Vorbild, wo Stück für Stück umgebaut wurde.
Die Fahrt durch Slowenien macht mir klar, warum dieses Land EU-Mustermiglied ist: Alles neu, die Autobahnen wie geschleckt und die Landschaft wie in einem O.W.-Fischer-Heimatfilm herrlich kitschig. Ich komme mir vor wie der Herr Ratzinger bei seinem letzten Deutschlandbesuch, denn niemand außer mir ist auf der Autobahn. Und auch die lästigen »Turbo-Rolfs« haben wohl Italien als Reiseziel gewählt; keiner, der mir mit Tempo 200 bis auf einen Meter auf den Pelz rückt, denn das Autofahren auf der Autobahn macht wirklich nur in Deutschland Stress. In Banja Luka dann lege ich eine Pause ein, da mir gesagt wurde, dass die »Kirchen und die Architektur« dort so toll sind. Von der Autobahn ab ist das meiste nur noch in kyrillischer Schrift ausgeschildert, da es sich um von Serben bewohntes Gebiet handelt (Bosnien-Herzegowina besteht zum einen aus der bosnischen Serbenrepublik mit Hauptstadt Banja Luka und zum anderen aus der muslim-kroatischen Föderation, Hauptstadt Sarajevo). Es ist bereits dunkel, und die kyrillischen Buchstaben machen es schwierig, die Schilder richtig zu deuten. Doch im Gegensatz zum ehemaligen Aufsichtsrat des TSV 1860, was die AA-Verträge anbelangt, mache ich mir die Mühe, ein paar Buchstaben zu entziffern (B=V, S=C, L= eine Art halbe Pyramide, die auch der Tennisplatzis in »Asterix als Legionär« immer benutzt, P=R usw.). Da eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Menschheit die Arenaverträge sind, entwickle ich, etwas übermüdet kurz vor der Pause und beeinflusst von den kyrillischen Buchstaben, folgende Verschwörungstheorie Keine Tatsache, nur eine Theorie!!!):
Wildmoser hat in jungen Jahren einen »Gastarbeiter« aus dem ehemaligen Jugoslawien illegal als Spüler beschäftigt, um sich Sozialabgaben zu sparen. Der Jugoslawe jedoch macht seinen Weg, ist erfolgreicher Immobilienmakler und erpresst später Wildmoser, der inzwischen ein »angesehener Mann der Münchner Gesellschaft« ist, mit ihrer gemeinsamen dunklen Vergangenheit. Er besteht darauf, im Arena-Deal mitzumischen und setzt bei einer Flasche Slivovitz, gegen entsprechender Provision natürlich, im Hinterzimmer des Ledigenheims auf einem Bierdeckel nach Merzschem Vorbild den Arenavertrag auf. Später jedoch verschwitzen Romeiko und der Junior, den Vertrag ins deutsche, für den Präsi ins bayrische, übersetzen zu lassen. Als mit großem Tamtam das Zustandekommens des »Pakts« zwischen Rot und Blau öffentlich gefeiert wird, bemerkt Heinzi, dass es nun für eine deutsche übersetzung zu spät ist, und die Verträge werden, im Champagnerrausch vom Dicken unterzeichnet, im gleichen Tresor, in dem die Coca-Cola-Formel aufbewahrt wird, gegen eine jährliche Gebühr von Franken 300.000 bei einer unbekannten Schweizer Bank weggesperrt. Und do liegens heid no. Der Schlüssel zum Tresor soll beim alten Wildmoserspezl Dieter Langhans liegen, ein mit Haftbefehl gesuchter Spielervermittler.
Ich komme nicht mehr dazu, meine Theorie weiterzuspinnen, denn in Banja Luka angekommen, verspüre ich nun plötzlich Durscht und verbringe einen interessanten Abend.
Über Novi Pazar und Mitrovica erreiche ich dann am Montag Pristina. Dort hat sich nicht viel geändert. Shoppingcenter (gestern wurde der heilige Dave Mustaine als Hintergrundmusik im Kaufshaus missbraucht Hätte nicht gedacht, dass ich jemals Scheißpapier und Spülmittel aufs Förderband legen werde, während Megadeth über die Speakers performt wird thja, die Zeiten ändern sich wirklich) schießen wie Pilze aus dem Boden, oder besser gesagt, wie in Deutschland die Arenen, und überall ist der Schmiermittelhersteller von LiquiMoly präsent. Zu nem weiteren Länderpunkt hats mittlerweile nicht gereicht, doch a paar nette Grounds von außen wurden wieder entdeckt, die ich später mal beschreibe. Für heute ists genug, und das Lancia-Trikot aus der Saison 91/92 wird morgen bei nem Freundschaftskick, mit mir als Protagonist nach über zwei Jahren Abstinenz, im Pristinastadion zum Einsatz kommen. Auf die Löwen!