zum
Hier gibt es aktuelle Nachrichten und Gerüchte rund um den TSV, manchmal auch über den
eher unbedeutenden Rest der Welt.
LFGR-Rundbrief
Wir
versenden ein- bis zweimal monatlich einen Rundbrief zu aktuellen Terminen und besonderen
Themen wer sich an- oder abmelden will, schickt uns einfach eine Mail.
Manche Dinge bleiben hier drin, weil sie dauerhaft aktuell sind, andere deshalb, weil sie noch
keinem anderen Thema vernünftig zugeordnet sind. Wer beitragen will, ist natürlich
herzlich willkommen, aber wir sind meistens ja doch schneller
;o)
INFO-AKTUELL
+ + + T I C K E R + + +
danke!
26.8.2010 offenbar als schnelle Reaktion auf einen
entsprechenden Hinweis ist der fragwürdige Fanclub erst einmal aus der Liste sowohl beim TSV
als auch bei der Arge verschwunden. Wir bedanken uns bei allen, die einsehen, dass 1860 nicht zum
»Kultverein« der Neonazi-Szene werden darf
Nazi-Fanclub
23.8.2010 uns erreichte eine Mail aus Berlin.
Ein Löwenfan hatte nach Löwen in Berlin gefragt und wurde auf einen Fanclub in der
Nähe des Flughafens Schönefeld verwiesen. Der Name des Vorsitzenden brachte ein paar
nette Google-Ergebnisse: Er war stellvertretender Vorsitzender des örtlichen REP-Kreisverbands
und in etlichen Neonazi-Gruppierungen aktiv, u.a. im Verein »Die Nationalen e.V.«. Er
zählt heute noch zum harten Kern der Neonazi-Aktivisten in Berlin. Der Hammer: Der Fanclub
ist Mitglied Nr. 786 in Region 20 des Fanclub-Dachverbandes »ARGE« und ist
auch auf der offiziellen Seite des TSV genannt. So etwas darf nicht vorkommen, das geht gar
nicht! Wir erinnern an die Satzungs-Paragraphen 2.1 und 9.3.1., die auf der DV 2009 beschlossen
wurden und seither gelten
Saison-Auftakt
23.8.2010 trotz allen Eigenlobs hat unsere
Profi-Mannschaft am ersten Spieltag alle drei Punkte in Bochum gelassen, nicht zuletzt dank der
hervorragenden Arbeit des Schiedsrichter-Teams. Namhafte Sportpsychologen warnen nun vor massivem
Auftreten der Löwengrippe unter den Fans. Wir empfehlen bei ersten Anzeichen der Krankheit
viel frische Luft bei den Amateuren im Grünwalder Stadion
in memoriam
28.7.2010 Karl-Heinz Wildmoser ist heute
Früh gestorben. Im Gegensatz zu vielen, die nichts gemacht haben und daher auch keine Fehler,
war er eine umstrittene Person, die den TSV lange Zeit geprägt hat. Wir nehmen Abschied im
Sinne des Chilon von Sparta: »de mortui nihil nisi bene«
Geschäftsführer
27.7.2010 Heute wurde
bekanntgegeben, dass Robert Niemann am 1.8. unterschreiben wird. Wir wünschen ihm viel Erfolg
und uns, dass die positiven Ansätze der letzten Zeit gewürdigt und weiter verfolgt
werden. Unseren Teil der Wünsche werden wir jedenfalls gewohnt hartnäckig weiter
verfolgen
Verlosung
19.7.2010 Kaum ist Manfred Stoffers
zurückgetreten, behauptet der Arena-Eigentümer, schon immer verhandlungsbereit gewesen zu
sein und einen Auszug des TSV zu befürworten. Unter allen Fans, die diese Worte glauben,
verlosen wir eine Freikarte (Stehplatz) für ein Heimspiel des TSV
Altenholz (alle hiermit verbundenen Verschwörungstheorien haben das
Manko, dass sie an die Wirklichkeit nicht herankommen)
kreativ oder kriminell?
16.7.2010 Worum ging es im
»Catering-Prozess«? Beanstandet wurde von der klagenden Seite hauptsächlich
ein Passus des vom damaligen GF Ziffzer unter finalem wirtschaftlichen Druck abgeschlossenen
Vertrages, der beinhaltet, dass pro Saison 3 Milionen Euro pauschal für die Verpflegung der
'VIP'-Gäste in der Arena festschreibt. Hier handelt es sich um Kosten, die real nicht
anfallen, um Leistung, die nicht erbracht wird. Streitpunkt war u.a., ob der
Vertragspartner dem TSV diese Bedingungen aufgrund seiner Monopolstellung einerseits und der
wirtschaftlichen Notlage des TSV andererseits rechtswidrig aufgezwungen hat. Auf diese Frage
ging das Gericht nicht ein, stellte nur fest, dass ausgehandelte Zahlungen zu erbringen seien. Die
Frage des Betrachters, ob es sich bei dieser Umdeklarierung von sonstigen Kosten/Einnahmen zu
Betriebskosten um kreative Tricks oder um kriminelle Bilanzverfälschung handelt, interessiert
wohl angesichts der beteiligten Personen nicht. Dennoch drängt sich der Vergleich mit dem
Handelsvertreter auf, der Güter des persönlichen Bedarfs an der Tankstelle kauft und
dann versucht, die Quittungen unter »Benzin« zu verbuchen
Rücktritt
15.7.2010 Die Löwenfans
gegen Rechts bedauern den Rücktritt von Manfred Stoffers als Geschäftsführer der TSV
München von 1860 GmbH & Co. KGaA außerordentlich.
Manfred Stoffers hat durch sein Agieren den Löwen etwas wieder gegeben, was
unter seinen Vorgängern mehr und mehr verschüttet worden war, nämlich
Identität und
Selbstachtung.
Er ist keinesfalls in ein Fettnäpfchen getreten, sondern in von
»Amigos« aus Sport und Politik angelegte Sümpfe, die er trockenlegen wollte.
Dafür danken wir ihm aus tiefblauem Herzen.
Wir zollen Herrn Stoffers jeden persönlichen Respekt für seine der
Fürsorge gegenüber dem Verein geschuldete Entscheidung, halten einen Rücktritt zum
jetzigen Zeitpunkt aber weder für notwendig noch fürangebracht.
Wir bitten deshalb Manfred Stoffers, diesen Schritt noch einmal reiflich zu
überdenken.
Catering
14.7.2010 Wider erwarten (oder doch
nicht ganz wider Erwarten?) hat das Landgericht München im
»Catering-Prozess« offensichtlich auf eine nähere Betrachtung des Sachverhaltes
verzichtet und in seinem 100-Prozent-Urteil zugunsten des Oligarchen ein Glaubensbekenntnis zur
Vertragsfreiheit abgelegt, wie immer »im Namen des Volkes«
Trainer (II)
25.6./ 2.7.2010 Nachdem Reiner Maurer schon im
Mai als Trainer für die U-23 verpflichtet wurde und unsägliche Spekulationen über
Lienens Nachfolge durch die Presse geisterten, wurde nun bekanntgegeben, dass Reiner Maurer Trainer
der ersten Mannschaft wird. Wir wünschen ihm viel Erfolg und schließen uns der im Forum
geäußerten Einschätzung an: »Maurer hat den großen Vorteil, dass er den
Saftladen schon kennt.« Der unter permanentem Sparzwang agierenden Geschäftsführung
mag allerdings vorgehalten werden, dass man am 24.6. Herrn Marcello Lippi für ein wesentlich
billigeres Trainer-Gehalt hätte engagieren können … Co-Trainer ist Alexander
Schmidt, Torwart-Trainer Jürgen Wittmann. Trainer der zweiten Mannschaft ist Bernhard Winkler,
dem man nachsagt, dass er weiß wie man ein Tor trifft. Die U-19 wird Ivica Erceg trainieren
(bisher U-17), die U-17 übernimmt Fred Klaus. Wir wünschen allen
Beteiligten (einschließlich uns als Fans) eine erfolgreiche Saison
2010/11
Trainer
17.6.2010 Ewald Lienen verlässt den TSV, wohl
aufgrund eines besseren Angebotes aus Piräus. Der Vertrag wurde vorzeitig aufgelöst.
Reisende, die es so eilig haben, soll man nicht aufhalten. Verstanden hat aber bisher niemand, was
zu diesem panikartigen Abschied führte
Stasi-dot-com
9.6.2010 Gerade noch rechtzeitig zum
Entscheidungstermin des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig in Sachen der umstrittenen Datei
»Gewalttäter Sport« hat Innenminister Thomas de Maizière im Eilverfahren
die »BKA-Daten-Verordnung« erlassen, um nachträglich die
vom Gericht bemängelte¹
gesetzliche Grundlage für die Sammelwut zu schaffen
(Link: Kommentar der
Kanzlei Wächtler, München)
Lizenzen (II)
4.6.2010 Die DFL hat allen Antragstellern
für Liga 1 und 2 zur Saison 2010/11 die Lizenz erteilt. Einige (nicht
namentlich genannte) Clubs werden im Herbst im Rahmen eines Nachlizensierungsverfahrens
erneut geprüft
Glückwunsch an den FC
22.5.2010 Wir gratulieren dem
FC Internazionale di Milano 1908 ganz herzlich zum Schwammerl-Pokal 2010
Verträge
21./25.5.2010 Michael Hofmann und Thorben
Hoffmann wurden beim Spiel gegen Union offiziell verabschiedet. Die Verträge mit Marcos
Antonio Nascimento Santos und Radhouene Felhi wurden nicht verlängert. Auch Sascha
Rösler geht; er hat wohl ein besseres Angebot als der TSV ihm machen kann. Peniel Mlapa geht
nach Hoffenheim. Co-Trainer Bernhard Winkler und Torwart-Trainer Jürgen Wittmann haben
für 2010/11 unterzeichnet. In der Presse wird über etliche Neuzugänge
gemunkelt – lassen wir uns überraschen
Geburtstag
17.5.2010 wir sind also jetzt 150 Jahre alt. Die
Presse bemängelt den nicht stattgefundenen Empfang im Rathaus, doch wirklich vermisst hat das
kaum jemand
Abschied
17.5.2010 Mit der Relegations-Niederlage gegen
Ingolstadt wird der Traditions-Club Hansa Rostock erstmals drittklassig. In der ersten Liga ist
der Osten nicht mehr vertreten, in der zweiten verbleiben somit Energie Cottbus und Union
Berlin
Insolvenzen
17./28.5.2010 Nach dem SSV Reutlingen steigt jetzt
auch Eintracht Bamberg wegen Insolvenzantrag aus der Regionalliga Süd ab; ebenso Tennis
Borussia Berlin aus der RL Nord - tendenz steigend. Kein Geheimnis ist, dass etliche anderen Clubs
seit geraumer Zeit an der Grenze zur Geschäftsunfähigkeit agieren. Wann werden DFL und
DFB die Ligen so reformieren, dass ein wirtschaftlicher Spielbetrieb wieder möglich wird? Der
Hype von 2006 ist, wie vielfach prophezeit, definitiv vorbei
U-23-Trainer
30.4./10.5./14.5.2010 Dieter Märkles Vertrag
als Trainer der U-23 läuft aus und wird nicht verlängert. Der als Nachfolger gehandelte
ehemalige Trainer der DFB-Jugend-Mannschaft Jürgen Kohler hat kurz vor Vertragsunteerzeichnung
abgesagt. Stattdessen soll Reiner Maurer (Co- Trainer, U-23- und Cheftrainer von
2001 bis 2006) wieder zum TSV kommen
Lizenz
April 2010 Die DFL gibt bekannt, dass zur kommenden
Saison einige Liga-Teilnehmer mit Auflagen rechnen müssen, dass aber jeder Antragsteller die
Lizenz bekommt. Die Auflagen sind noch nicht bekannt.
Kammer-Ratten
April 2010 Neonazis versuchen
relativ bürgerlich auftretend - in der Fußball-Szene Fuß zu fassen. Das ist
leider nicht nur unsere Privat-Paranoia, sondern Realität. Seit neuestem werden entsprechende
Gruppen auch in der Fankurve des SpVGGG Unterhaching gesichtet, nicht nur bei uns.
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abgeblitzt
23.3.2010 Auf der
TSV-HP¹ liest sich die Meldung fast schmeichelhaft:
»Die Projektgruppe Stadionzukunft des TSV 1860 München
präsentierte am Dienstag [23.3.] Vormittag unter der Leitung von
Aufsichtrat Christian Waggershauser und unterstützt durch anerkannte Experten das Konzept
für den möglichen Umbau des Grünwalder Stadions. Trotz des großen
Engagements, das Oberbürgermeister Christian Ude und Vertreter der Stadt lobten, blieben die
Pläne ohne Erfolg.«Andere Quellen lesen sich weniger nett:
Schließlich ist Ude als ehemaliger TSV-Aufsichtsrat mitverantwortlich für das
finanzielle Debakel und dürfte schon etwas konstruktiver an dessen Reparatur mitzuwirken
versuchen. Statt dessen wurde ein vorgefertigter »Es-gähd-hoid-net«-Text ohne
jeden Bezug auf das vorgestellte Konzept verlesen.
Der Entwurf zeigt jedenfalls, dass ein
innerstädtisches Stadion unter Einhaltung derzeitiger DFL-Forderungen realisierbar
ist und dass so etwas keineswegs hässlich aussehen muss. So traurig vor
allem die Art und Weise ist, wie das Projekt abgeschmettert wurde, so erfreulich ist die Tatsache,
dass das GWS vorerst auf jeden Fall ohne wesentliche Veränderungen weiter bestehen
wird wer weiß, was Münchens Büroflächen-Helden und
Hof-Architekten dort am Ende angerichtet hätten
Teilausschluss
19.2.2010 Nach den Feuerzeug-Würfen und
dem Betreten des Spielfelds durch Zuschauer, die den Schiedsrichter bedrängten beim Spiel
gegen Ahlen am 8.2. hat das Sportgericht gegen den TSV zwei Spiele unter Teilausschluss angeordnet.
Gegen St. Pauli dürfen 25000 Heim-Karten verkauft werden, gegen den FSV Frankfurt 13000; der
Vorverkauf ist ausgeschlossen. Gegen den FSV bleiben die Stehplatz-Blocks leer; die Inhaber der
Dauerkarten bekommen Ersatz-Plätze zugeteilt. Das Kontingent der Gäste-Karten (10 % der Stadion-Kapazität) bleibt unberührt, jedoch sind diese
Karten nicht übertragbar und nur gegen Ausweis zu bekommen. Weiterhin wurde der TSV
verpflichtet, 30000 Euro in präventive Fan-Arbeit zu investieren (erheblich
sinnvoller als Strafzahlung an den Verband). Ausdrücklich wurden mangelnde Sicherheit
für die Gastspieler und Fehler des Ordnungsdienstes gerügt. Zum Thema Auflagen an
Stadien und deren Erfüllung im Falle der Arena Großlappen dürfte somit
Diskussionsbedarf bestehen
Abteilungsversammlung FB
6.2.2010 Zur inzwischen jährlich
stattfindenden Abteilungsversammlung Fußball erscheinen 143 stimmberechtigte Mitglieder. Die
Eingangs-Rede des Abteilungsleiters Robert Reisinger wurde positiv aufgenommen; die Kasse stimmt,
die Zukunft kann kommen. Manfred Stoffers traf etwas später ein, Applaus, anerkennendes
Murmeln in Sache Klage gegen die Arena-Verträge. Seine Rede, insbesondere seine offene
Bereitschaft zu Auskünften, kam gut an. Glasnost jetzt also auch im Westen …
Anschließend Franz Maget mit seinem Bericht zur Stadionkommission: Alle wollen weg aus dem
Norden, das gemeinsame Ziel heißt Giesing, es wird daran gearbeitet. Dafür gab es
wesentlich mehr als die gewohnten 18,6 Prozent Zustimmung. Die darauf folgende Entlastung der
Abteilungsleitung geschah einstimmig ohne Enthaltungen. Zum Schluss wurde der Antrag diskutiert,
die beitragsbegünstigten Fernmitgliedschaften abzuschaffen. Robert wird die Diskussion im
Vereinsrat einbringen, auf ein Votum wurde verzichtet. Insgesamt ungewohnt positiv
LSV
2.1.2010 Die Löwen haben bekanntgegeben, dass im
Dezember 2009 eine neue Tochtergesellschaft gegründet wurde: die »Löwen
Sportrechte Vermarktungs GmbH & Co.KG«.
Damit ist der Weg frei für
Kapitalbeteiligungen an Transfer-Erlös-Geschäften, die nicht den Charakter von
Privatkrediten an die TSV-Geschäftsführungs-KGaA haben und auch nicht zur faktischen
Anteils-Abgabe der KGaA führen. Tochtergesellschaften haben den Vorteil, dass sie
eigenständig wirtschaften können, eigenständig bilanzieren müssen und im
Extremfall auch pleite gehen können, ohne die Muttergesellschaft mit in die Insolvenz zu
nehmen.
Die Trennung von sportlich-operativem Bereich und Kapitalbereich ist auf jeden Fall
überfällig und richtig. Sie ermöglicht Dinge wie das im Februar 2009 von der DFL
untersagte Investoren-Geschäft mit Nicolai Schwarzer, ohne dass die KGaA direkt beteiligt ist
und ohne dass die Lizensierungsauflagen berührt werden.
Erfreulich ist, dass die
Vermarktung des Transfer-Bereichs von einer eigenen Gesellschaft wahrgenommen wird und nicht wie
im Fall IMG und PR-Marketing gegen hohe Gebühren an Dritte vergeben wird.
Nächster
Schritt wäre die Reform der Geschäftsführungs-Gesellschaft des TSV.
Eines der
großen Probleme bei 60 ist schon seit langem, dass Geschäftsbereiche und Kompetenzen
nicht hinreichend getrennt sind/waren. Um einen volkstümlichen Vergleich zu wählen,
gehören nun mal die Wirtshauskasse und das Privat-Portemonnaie des Wirts separiert.
Hoffen wir, dass die Gründung der LSV einen entscheidenden Schritt zur Konsolidierung des
TSV bedeutet und weitere Schritte folgen werden
Neujahrsempfang
2.12.2008 Wir laden zum Neujahrsempfang am
5. Januar 2010 ab 18 Uhr 60 in die Stadionwirtschaft.
Kammer-Ratten
Zum Amateure-Spiel am 6.11.2009 gegen Eintracht Frankfurt-II fand sich am östlichen Aufgang
zur Stehhalle ein Pulk von etwa zehn »Volksgenossen« nebst dem Anführer der
»Freien Nationalen« Philipp Hasselbach ein. Flugblätter mit einem Aufruf zur
Teilnahme am »Heldengedenkmarsch« am 14.11.2009 wurden verteilt.
Einige Löwenfans erklärten den Nazis, sie seien hier nicht erwünscht. Die Antwort
darauf: »Nächstes Mal sind wir mehr!« Wann jenes nächste Mal sein
wird, ist offen. Fest steht jedoch: Die Kurve muss den Nazis Paroli bieten; alles andere käme
einer Einladung gleich.
Hauptversammlung
Am 18.11.2009 fand (in
Unterschleißheim) die Delegiertenversammlung 2009 statt. Ergebnis:
Die
Versammlung spricht sich für einen Ortswechsel aus RAUS AUS DER ARENA! Die
Kosten von knapp 5000000 Euro jährlich sind ein Argument, das überzeugt.
Wahl des Ehrenrates --- Stubenrauch, Gerhard Schnell, Wulf-Dieter Fischer
Blockwahl
des Vereins-Aufsichtsrates --- Prof. Dr. Peter Lutz (VS), Christoph
Öfele (stv. VS), Klaus Hagl, Christina Jodlbauer, Dr. Klaus Leipold,
Hep Monatzeder, Siegfried Schneider, Otto Steiner (hierüber gibt es
beträchtliche Verwunderung), Christian Waggershauser
Antrag, in die
bestehende Satzung einen Antirassismus-Paragraphen einzufügen, (hier
fett markiert) wird angenommen und gilt ab sofort:
2.1 Zweck
und Aufgabe des Vereins [...] Der Verein ist politisch und weltanschaulich neutral. Er spricht
sich mit seinen Mitgliedern ausdrücklich gegen Gewalt sowie Diskriminierung von Geschlecht,
Religion, Rasse, Hautfarbe, Herkunft, Sprache oder Behinderung aus.
9.3 Der Ausschluss aus dem Verein kann erfolgen: [... ] 9.3.1 bei unehrenhaftem,
rassistischem oder diskriminierendem sowie unsportlichem Verhalten innerhalb oder
außerhalb des Vereins.
[Die Formulierungen entstammen dem nicht verwirklichten
Satzungs-Neuentwurf vom Oktober 2006.]
Wurst
2.11.2009 Manfred Stoffers äußert sich zu
den Vorwürfen eines namhaften Wurstfabrikanten auf
tsv1860.de¹ wie folgt
(Eigennamen, die für den
sensibleren Teil unserer Leserschaft eventuell etwas anrüchig klingen, sind durch
»###« ersetzt):
»Wir werden den Prozess nicht auf dem Boulevard
austragen. Mit unserem Vermieter hatten wir vereinbart, dass sich beide Seiten zu dieser
Auseinandersetzung nicht öffentlich äußern. Dass Herr ### die Angelegenheit jetzt
polternd und lärmend zu Markte trägt, ist unschön, aber nicht zu ändern.
Herr ### behauptet doch glatt, wir würden dem ### Geld klauen. Das ist eine unverfrorene
Behauptung. Seit meiner Amtsübernahme drehen wir hier jeden Stein um, um die wirtschaftliche
Situation des Vereins zu verbessern. Es ist richtig, dass der ### durch die Übernahme der
Stadion-Anteile im Jahr 2006 den Lizenzentzug durch die DFL und damit die Insolvenz des TSV 1860
abgewendet hat. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der TSV 1860 gezwungen war, langfristige
Verträge abzuschließen, die wirtschaftlich an Wahnsinn grenzen und den Verein permanent
an die Wand drücken.
Um es auf den Punkt zu bringen: Der ### hat sich damals in erster
Linie selbst geholfen, indem er die Anteile zum Schnäppchenpreis vereinnahmt hat und der TSV
1860 brav die hohen Mieten weiterzahlen musste, obwohl allen Beteiligten klar war, dass die
Belastungen viel zu hoch sind. Der Gipfel liegt in der Catering-Pauschale. Der TSV 1860 soll
allein für die Bewirtschaftung des Business-Bereichs bis 2025 über 40 Millionen Euro
zahlen. Alle Versuche, den Vertrag den tatsächlichen Kräfteverhältnissen
anzupassen, wurden kategorisch abgelehnt. Als Geschäftsführer des TSV 1860 ist es meine
Pflicht, in dieser Notwehrsituation des Vereins zu handeln.«
Fußball kann
schädlich sein
für Ihre
Nerven
BGH
30.10.2009 Der Bundesgerichtshof hat heute die
prinzipielle Beliebigkeit bei der Verhängung von Hausverboten
(hier:
Stadionverboten) und bei der Festlegung der begründenden Sachverhalte dafür
bestätigt. Dies mag auf den ersten Blick logisch erscheinen, vor allem wenn das stets
strapazierte Gefährdungs-Argument hervorgebracht wird. Unlogisch ist, den ganzen Sachverhalt
formal auf triviale Fragen des Hausrechts zu reduzieren und die relevanten Punkte der Klage erst
gar nicht zu behandeln. Tenor: »Prävention« bzw. »Verdacht
genügt« als Rechtfertigung, sämtliche rechtsstaatlichen Grundsätze über
Bord zu werfen. Hier die
offizielle Pressemeldung zum
Urteil
Achtel
29.10.2009 Bei weitem nicht so gut wie erhofft
verlief der Saison-Auftakt, aber beim Pokal-Achtelfinale gegen Schlacke haben unsere Löwen
gezeigt, wie man gegen auch eine überlegene und (auf Pump) extrem
teuer zusammengekaufte Mannschaft kämpfen kann
Saisonstart
28.8.2009 Nach dem Einstand der neuen Mannschaft
beim DFB-Pokal-Start (Paderborn, auswärts) und dem Sieg im ersten
Pflichtspiel gegen Koblenz schien für manche Leute der Aufstieg nur noch Formsache zu sein.
Anschließend, nach zwei Niederlagen und einem Rémis reden die gleichen Leute von der
großen Katastrophe. Letzere ist allerdings schon seit Jahren am laufen, und zwar in Form von
Stadion-Verträgen, die den TSV Millionen kosten, die er nicht hat, und weiterhin in Form von
Managern, die munter weiter Schulden gemacht haben (»operatives
Defizit« nannte man das).
Nun haben wir ein neues Management, einen neuen
Trainer, einen neuen sportlichen Leiter und eine neue Mannschaft und das alles
für weniger Geld als letzte Saison. Das bedeutet: Klassenerhalt und langsame finanzielle
Gesundung wären schon ein großer Erfolg mag das Traumziel weiterin
»Aufstieg« lauten
Julius-Hirsch-Preis 2009
4.8.2009 Heute hat der DFB
offiziell mitgeteilt¹, dass die
LFGR zu den Preisträgern gehören
(zusammen mit dem integrativen
Verein »Hintertorperspektive«¹ aus Jena, dem Fanprojekt
Hannover¹ und Giovanni di Lorenzo, dem Stifter der Online-Plattform »Netz gegen
Nazis«¹).
Wir sind beinahe sprachlos, da solche Ehre nicht immer
gewohnt. Wir bedanken uns, und wir hoffen, dass dieser Preis hilft, unsere Botschaft zu
verbreiten:
»
Helft alle mit, dass Rivalität nicht in Rassismus und
Diskriminierung ausartet. Sorgt dafür, dass die dummen Parolen aus den Stadien
verschwinden.«
Auch ein besonderer Dank an alle Gratulanten bitte
nicht böse sein, wenn wir mal eine Mail-Antwort vergessen. Alle wollen uns interviewen, ja
sogar fotografieren, dabei sind wir doch gar nicht besonders hübsch
LFGR-Banner

4.8.2009 An mehreren Stellen findet ihr ab sofort
»Banner« zum Einbau in eure Internet-Projekte, die auf die LFGR verweisen. Wer sie
benutzt, soll uns bitte mailen, wir nehmen die betreffende Seite dann in unsere Link-Sammlung auf,
sofern unser Online-Hausmeister sie zum Rest passend findet und gerade mal nicht ganz so sch***
drauf ist wie üblich
:o)
Endlich!
Am Montag, den 27. Juli 2009 stellt der TSV offiziell Anton
Löffelmeiers Buch »Die 'Löwen' unterm Hakenkreuz« im Rahmen einer
Podiumsdiskussion (Franz Maget, Manfred Stoffers, Herbert Schröger,
Dietrich Schulze-Marmeling, Anton Löffelmeier) in der Stadionwirtschaft (Grünwalder Stadion) vor. Aus lauter Angst, welche Leichen man im Keller
finden wird, ließen Generationen von Präsidien keinen Historiker näher als 1860
Meter an die gammeligen Archive heran.
Jetzt ist es soweit, die
Vergangenheit kann besichtigt werden. Kurzfassung ohne Frage war der TSV ein
Vorzeige-Verein in der Nazi-Zeit, so wie München eine Vorzeige-Stadt war. Der TSV als damals
bürgerlich geprägter Verein tat sich hier weder im guten noch im schlechten hervor. Die
Leute waren nun mal traditionell obrigkeitshörig, ansonsten politisch unkritisch, trauerten
der »Ordnung« des Kaiserreiches nach oder hatten Angst vor der allgegenwärtigen
SA/SS.
Immerhin waren die damaligen Funktionäre zum größten
Teil aktive Löwen und nicht, wie in anderen Darstellungen vermutet, von den Herrschenden
eingesetzte Strohmänner. So war auch der unsägliche Emil Ketterer, der als Teilnehmer am
Hitler-Putsch und Wegbereiter des »Euthanasie«-Massenmordes bestimmt zu denen
gehört, über die man nach dem Grundasatz »de mortui nihil nisi
bene« so gut wie überhaupt nichts sagen kann, in seiner Jugend aktiver
Leichtathlet für die Löwen. Er wurde dann Präsident des TSV und war
Nazi in einer Zeit, in der die Münchner mehrheitlich Nazis waren.
Das
ist kein Ruhmesblatt, aber auch nichts, wofür sich der Verein mehr schämen müsste
als der Rest der Gesellschaft.
Zu guter bzw. schlechter letzt hatte der TSV
genug Probleme, die Nazi-Zeit höchst selbst überhaupt zu überleben. Vereinssport
war nicht mehr gefragt; Sport sollte in die Volksmilitarisierung einfließen, Jugendarbeit
komplett bei der HJ stattfinden.
Am Ende blieb das übrig, was von ganz
München übrig blieb zu besichtigen unter den Parkanlagen der
Olympia-Berglandschaft.
Der TSV hat den kollektiven Wahnsinn mitgespielt,
das war leider so. Nach 1945 hat man sich von allzu vorbelasteten Akteuren getrennt und einen
Neuanfang organisiert.
Dass man erst einmal keine Lust hatte, über die
Zeit des großen Debakels zu reden, ist dann auch irgendwie verständlich.
Es ist sicher angebracht, sich für den Nazi-Wahn in Deutschland ein klein
wenig zu schämen (und daraus eine Aufforderung zu verstehen, bestimmte
Dinge jetzt eben besser zu machen), aber für die Löwen an sich muss man sich
nicht schämen.
- Vielen Dank, Anton, dass wir endlich wissen, was
damals wirklich los war!
Jedoch schade, dass das Buch mit knapp 20 Euro
ziemlich teuer ist und sich (jedenfalls für die Zielgruppe, die die
betreffende Zeit immer noch idealisiert) nicht wirklich leicht liest. Aber ob die
überhaupt lesen?
Saison 08/09
Wir gratulieren dem FCB
27.5.2009 Wir gratulieren dem FC
Barcelona zum Finalsieg in der Schwammerl-Liga! Das waren wunderschöne Bilder im Fernseh, oder
wie man auf Spanisch sagt, »bonas dias«
Extrem?
29.4.2009 Das »Antifaschistische Informations-
und Dokumentations-Archiv«,
a.i.d.a. e.V., hat in den knapp 20 Jahren seiner ehren-
und ansonsten nicht-amtlichen Arbeit eine Menge Belobigungen und Preise erhalten. Praktisch dem
Gündder-Beggschdein-Orden in kaiserlichem Gießkannen-Stahl gleich, gab es kürzlich
eine weitere und ganz besondere Auszeichnung seitens des freistaatlichen Ministeriums des Inneren:
Die Aufnahme in den Verfassungsschutz-Bericht 2008, sogar unter einer eigens geschaffenen Rubrik
»Sonstige Linksextreme«. Dazu die Aufforderung u.a. an den Bayerischen
Jugendring, nicht weiter mit diesem Verein zusammenzuarbeiten; die wollten ja nur die Demokraten
unterwandern. Großes Tennis!!! Sogar die an sich linientreue »
Bayerische Staatszeitung«¹
mokiert sich heftig:
»Ausgerechnet der Münchner Verein
'Aida' mehrfach auch von staatlicher Seite ausgezeichnet für sein Engagement
gegen Rechts ist im Bericht ebenfalls gelistet.«.
Wir jedenfalls
(die LFGR) wünschen »a.i.d.a.« viel Erfolg bei der
weiteren Arbeit und stellen dem Ministerium für Innereien anheim, sich auch
selbst mal zu überprüfen
Für die Unterwanderung der Demokraten
durch Demokraten!!! Auf die Löwen, auf die Löwen, auf die Löwen,
Prost!!!
Lizenz
22.4.2009 Erstmals seit vielen Jahren hat der TSV die
Lizenz für die nächste Saison ohne besondere Auflagen erhalten. Manager Stoffers meinte
der Presse gegenüber, man habe »konservativ gearbeitet« also
realistische Prognosen abgeliefert. Gute Arbeit; das haben teurere Manager weitaus schlechter
gemacht.
Beihilfen?
8.4.2009 Die Allianz-Arena ist zum Fall für
die EU-Kommission geworden. Diese will prüfen, ob Stadt und Bund beim Bau des
Fußballstadions der Betreibergesellschaft und damit den Vereinen
wettbewerbswidrige Beihilfen gewährt haben. Merkur: »Der Grünen-Politiker [Martin
Runge] hat
Beschwerde wegen wettbewerbswidriger Beihilfen eingelegt.
Um den Bau der Allianz Arena zu ermöglichen, hatte die Stadt das Grundstück im
Fröttmaninger Gewerbegebiet in ein Sondernutzungsgebiet umgewidmet. Sein ursprünglicher
Wert von rund 84 Millionen Euro soll damit nach Aussagen des früheren Kämmerers Klaus
Jungfer um 70 Millionen gesunken sein. Durch einen ausgesprochen niedrigen Erbbauzins habe die
Stadt weitere finanzielle Einbußen bewusst in Kauf genommen, betonte Runges Rechtsanwalt
Markus Rainer. Darüber hinaus habe die Stadt mit Bund und Freistaat mehr als 100 Millionen
Euro für den Ausbau der U-Bahn, der Autobahnanschlüsse oder für den Bau von
Brücken und Rettungswegen zur Verfügung gestellt, die ausschließlich dem Stadion
und dessen privaten Betreibern zugute kamen. Somit liege eine faktische Beihilfe der
öffentlichen Hand vor
»Wenn die Kommission das durchgehen lässt,
macht es irgendwann jeder. Dann hat man keinen Wettbewerb mehr.« Schon vor ein paar
Jahren hatte Runge einen Vorstoß bei der EU-Kommission gewagt, war aber gescheitert. Diesmal
hat die Behörde die Beschwerde
angenommen und ihr das Aktenzeichen CP 62/2009
gegeben.
Merkur
Online¹
Die Löwenfans gegen Rechts gratulieren der neuen Abteilungsleitung der
Fußballabteilung recht herzlich zu ihrer Wahl und wünschen ihr bei ihrem schweren Amt
alles Gute und viel Erfolg für unsere geliebten Löwen. Leider ist es uns nicht gelungen,
zusammen mit unseren Freunden von PRO1860, FdS, CN bei der Delegiertenwahl eine Mehrheit zu
erreichen. Angesicht der vermeintlichen Mitgliederstärke der ARGE war dies eh von je her ein
sehr ehrgeiziges Ziel. Nichtsdestotrotz werden wir uns auch weiterhin zum Wohle unseres Vereins
einbringen und einmischen. Wir gratulieren allen gewählten Delegierten zu ihrer Wahl. Als
interessierte und kritische Mitglieder der Fußballabteilung freuen wir uns darüber,
dass es nun jährlich eine Abteilungsversammlung geben wird, die wir gerne nutzen werden, um
von der Abteilungsleitung sowie den Delegierten, unseren Vertretern im Hauptverein, über ihr
Handeln zum Wohle des Vereins informiert zu werden.
Robert Reisinger
29.3.2009 Robert Reisinger ist mit einer
2/3-Mehrheit zum neuen Abteilungsleiter Fußball gewählt worden. Daniel Bauer ist zum
Vize gewählt, Thomas Probst zum Kassier. Nach KHWs Satzung muss der Vereinsrat die Wahl
bestätigen. Theoretisch kann der Vereinsrat nach Gutdünken andere Leute einsetzen als
die gewählten. Das sollte er sich allerdings gut überlegen.
Beschlüsse der Abteilungsversammlung
- Wiedereinführung einer Mitglieder- statt Delegiertenversammlung als oberstes
Organ des Gesamtvereins
- Jährliche Durchführung einer Mitgliederversammlung der Fußballabteilung (statt wie bisher nur wenn Wahlen anstehen)
- Rückführung der Rechte an Logo und Symbol zum TSV 1860 e.V.
- Abschaffung des Vereinsrates in vorliegender Form; Bildung eines Sportausschusses, der dann in
erster Linie für die Belange der aktiven Sportler zuständig ist (und
eben nicht als scheindemokratisches Organ unter Vorsitz des Präsidenten allen Entscheidungen
vorgreift)
'Deal' geplatzt
4.3.2009 Der Investoren-'Deal' ist vom Tisch,
die gegenwärtige Konstellation lässt das geplante Modell wohl nicht zu. Immerhin hat sich
der TSV für klare Zuständigkeiten ausgesprochen, das ist eine gute Idee. Insgesamt
scheint die Konstruktion mit der GmbH & Co KGaA nicht das Wahre zu sein man sollte
vielleicht darüber nachdenken, ob man nicht die sportliche Leitung in eine GmbH umwandelt und
daneben eine reine Finanzierungs-Gesellschaft aufbaut (von der man eventuell auch
Anteile verkaufen kann), um auch hier die Zuständigkeits-Bereiche klar zu trennen.
Damit sollte dann auch die DFL leben können.
Na also!
11.2.2009 Wir begrüßen den
»unvermeidlichen Nachfolger« herzlichst als Geschäftsführer des TSV (KGaA)! Manfred Stoffers, bei den Löwen bekannt vom ehemaligen
Sponsor Festina, ist ab sofort Sprecher der KGaA. Nein, wir hatten keine Insider-Info
darüber, und wir freuen uns um so mehr, im Löwen-Team einen rührigen Menschen zu
haben, der weiß, was er will, und der sich nicht von jedem Presse-Praktikanten unterbuttern
lässt.
Desinformation
20.12.2008 In einer komplett überzogenen
Campagne meldeten Rundfunk und Presse »Ausschreitungen«, »Randale« sowie
»eine neue Dimension der Gewalt« im Zusammenhang mit dem Heimspiel des TSV-II gegen
Waldhof. Vor Ort war keiner der Berichterstatter; alle schrieben einen Polizeibericht ab, dessen
Verfasser wohl ein zu groß dimensioniertes Polizeiaufgebot rechtfertigen wollte. Es stimmt,
dass mit Prügeleien am Rande des Spiels gerechnet werden musste, das Mannheimer Umfeld ist
dafür bekannt. Passiert ist das Befürchtete jedoch nicht. Etliche Löwen haben das
abgrundtief schlechte Spiel vorzeitig genervt verlassen; die Polizei hatte sich noch nicht zur
Fan-Trennung an den Ausgängen postiert und reagierte panisch. Es ist äußerst
unverantwortlich, bürgerkriegsähnliche Zustände herbeizureden, um von Fehlern in
der Einsatzplanung abzulenken. So löst man keine Probleme, so schafft man neue.
Fan-Rat
22.10./7.11.2008: Aus verschiedensten Gruppierungen (Amateure-Fans, Allesfahrer, Arge, CN, LFGR, Pro-1860, Southside-Supporters)
wurde ein Fan-Rat gegründet, um die Kommunikation zwischen e.V., KGaA, Ordnungshütern
und Fans auch ohne Einschalten der Lokalpresse zu ermöglichen. Wir finden, dass das ein
Schritt in die richtige Richtung ist. Mitglieder sind: Wolfgang Cubasch, Florian Dallmeir,
Daniel Graßold, Franz Hell, Ulla Hoppen, Andy Kern, Steffen Kläne, Matze Kulla,
Christian Poschet, Gerhard Schnell, Rupi Schranner, Nermin Sujic, Petra Wagenbüchler, Lothar
Wollenweber. Herbert Schröger hat zugunsten von Wolfgang Cubasch das Amt abgegeben.
Nicht lustig:
Am 26.2.2008 drangen bisher Unbekannte in das umzäunte
Gelände des GWS ein, beschmierten die Wand des Aufgangs G-H sowie den Sockel der Anzeigetafel
und strichen den oberen Westkurvenbereich flächendeckend an allerdings in einer
nicht zu tolerierenden Farbgebung.
Hausordnung
Zur Rückrunde 2008 hat der TSV per Hausordnung die
Einlassbestimmungen der Stadionordnung erweitert. Ziel ist, ein eindeutges Zeichen gegen Rassismus
und Diskriminierung jeder Art zu setzen. Die Umsetzung wird kontrovers diskutiert das
darf und soll so sein , doch begrüßenswert ist auf alle Fälle, dass
jetzt eindeutige Regelungen bestehen, an denen man sich nicht vorbeimogeln kann. Definitiv haben
Besucher, die Erkennungszeichen der »rechten Szene« tragen, keinen Einlass mehr. Dazu
gehören auch Kleidermarken wie Thor Steinar. Damit soll keine Schikane gegen bestimmte
Modegegenstände und deren Träger ausgeübt werden, sondern es soll verhindert werden,
dass die Zielgruppe mit entsprechender Pseudo-Uniformierung weiter versucht, einzelne Blöcke
zu dominieren. Zitat TSV: »Wer mit derartigem Gedankengut sympathisiert, ist bei uns
Löwen nicht willkommen!«
Polizei beim Derby 9.12.07
Erklärung der LFGR zu einem völlig
indiskutablen Polizeieinsatz
Polizeieinsatz zum Derby am 9.12.2007
Erklärung der »Löwenfans gegen Rechts« zu den Vorgängen rund um
das Regionaligaderby im Stadion an der Grünwalder Straße am 09.12.2007
- Unsere Gruppe engagiert sich seit über zehn Jahren gegen
Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt im Stadion
- Was am vergangenen Sonntag in den frühen Morgenstunden rund um die Gaststätte
Wienerwald vor sich ging, können und wollen wir mangels Anwesenheit nicht bewerten. Sollte
Gewalt von Löwenfans ausgegangen sein, so verurteilen wir dies ohne Wenn und Aber.
Presseberichte über die Verhaftung von achtzig überwiegend sehr jungen Leuten aufgrund
einer Schlägerei zwischen einzelnen Personen nehmen wir allerdings aufgrund langjähriger
Erfahrung nur mit einer gewissen Skepsis zur Kenntnis.
- Was wir selbst als Gruppe während und nach dem Spiel in und vor der Westkurve des Stadions
erleben mussten, lässt uns allerdings trotz aller Routine entsetzt und nahezu traumatisiert
zurück.
- Martialisch bewaffnete Polizeieinheiten und das Sonder-Unterstützungskommando (USK) waren
völlig unüblicherweise von Anfang an massiv und scheinbar geradezu hyperaktiv
überall im Block präsent. Im Block selbst verlief von Seiten der Fans das ganze Spiel
über alles absolut friedlich! Ab etwa Zwanzig Minuten vor dem Spielende wurde der gesamte
Block abgeriegelt. Vorzeitiges Verlassen des Stadions war nun ebensowenig mehr möglich wie
der Gang zur Toilette.
- Diese Sperrung geschah jedoch auch noch auf eine Art und Weise, die bei uns schon zu diesem
Zeitpunkt die schlimmsten Befürchtungen und Ängste weckten: Indem jeweils mehrere
Polizisten nebeneinander mit Helm, Schild und Schlagstock die Zu- und Abgänge versperrten,
drängten sich nach dem Schlusspfiff überhalb von diesen immer mehr und mehr Menschen
zusammen, die über zwanzig Minuten nach dem Ende endlich aus der Kälte nach Hause gehen
wollten. Man muss sich das vorstellen wie bei einer schon beinahe geöffnete Flasche Sekt, in
der der Druck der Kohlensäure ständig steigt, während der Pfropfen nur ganz lose
sitzt.
- Es kam, wie es kommen musste und selbst für polizeitaktische Laien wie uns weit vorher
schon absehbar war: Die Menge begann irgendwann ganz oben zu drücken und zu schieben, die
erwartbare Kettenreaktion setzte ein, die unten stehenden Personen wurden gequetscht und
übereinander gedrückt und begruben schließlich die ganz vorne stehenden Beamten
unter sich. Erinnerungen an Tragödien wie die von Sheffield und Heysel wurden wach. Nur mit
viel Glück ging es diesmal hier noch glimpflicher ab.
- Wer gedacht hatte, dass der unselige Spuk nunmehr zu Ende wäre, wurde eines besseren
belehrt. Etliche der in der Nähe stehenden Polizisten sprangen herbei und begannen,
unterschiedslos jeden Besucher des Spiels, der nicht schnell genug ausweichen konnte, mit
Pfefferspray und Knüppeln zu bearbeiten.
- Die Leute strömten dennoch erleichtert nach unten, wo sie allerdings statt endlich
geöffneter Ausgänge der geschlossene Gitterzaun und ein knüppelschwingender Trupp
des USK erwartete, der sie zwischen zwei parallelen Reihen von Beamten regelrecht Spießruten
laufen ließ. Auch hier wurden offensichtlich weder Frauen noch Kinder geschont. Fragen wie
nach Rechtsstaatlichkeit oder nach Verhältnismäßigkeit bzw. nach Schuld oder
Unschuld wurden schon lange von niemandem mehr gestellt. Menschen lagen zitternd, blutend und
geprügelt am Boden und versuchten, wenigstens ihr Gesicht mit den Armen zu schützen.
- Als sich die Tore zur Freiheit endlich öffneten, setzten sich unserer Beobachtung nach
ähnliche Ereignisse mit frischen Polizeikräften an der Brücke über die
Candidstraße und am Rande derselben fort.
- Wir fordern die für diesen aus unserer Sicht skandalösen Einsatz verantwortliche
Polizeileitung hiermit auf: Bitte unterziehen sie Ihr Vorgehen vom vergangenen Sonntag einer
schonungslosen Analyse! Es kann nicht Sinn und Zweck solcher Übungen sein, Leib und Leben
ihrer eigenen Beamten zu gefährden! Es kann nicht angehen, wenn in einem Rechtsstaat
tausende harmloser Fußballfans unter Generalverdacht gestellt und aufgrund dessen ihrer
Freiheit und ihrer körperlichen Unversehrtheit beraubt werden! Zeigen sie Einsicht und
Größe! Entschuldigen Sie sich bei all den unschuldigen Menschen, die am Rande ihres
Sonntagsnachmittagsvergnügens Gewalt, Angst und Schrecken erdulden mussten!
Denkwurdiges (bleibt aktuell)
Protest
Am 27. April 2006 haben wir uns an einer Protestaktion gegen
einen mit Mitteln der Logik nicht nachvollziehbaren »
Kuhhandel«
durch die TSV-Führung beteiligt und unsere Seiten (komplett, alles!) für 60 Stunden
umgefärbt. Wem jetzt noch nicht schlecht ist, kann sich anschauen, wie das ausgesehen hat:
27.4.2006: 60
Stunden Protest
10. Mai 2006: Die ersten klaren Worte Zusammenfassung bei »
Kuhhandel«
Festina reagierte damals als Haupt-Sponsor mit der Aktion »blau bleiben und verteilte
mengenweise kleine blaue Aufkleber, wie ihr hier am Rand einen als Scan sehen könnt.
Versprochen: wir bleiben blau!