Auzug aus den Aktionen und Geschehnissen des Jahres 2003 und davor

ARCHIV 2003 und davor


Alles im Griff?

Am 11. September 2003 schreibt Spiegel Online¹: »Die in München verhafteten Neonazis haben offenbar einen Anschlag auf den Neubau einer Synagoge geplant. Inzwischen ermittelt die Bundesanwaltschaft.«

Während bisher nach offizieller Darstellung eine »rechte Szene« entweder gar nicht existierte, »fest im Griff« der Behörden war oder notfalls aus lauter Einzeltätern bestand, lässt sich die Gefahr nun nicht mehr verniedlichen, da (wohl aus internationalen Geheimdienstkreisen *) bekannt wurde, dass in München mal wieder Synagogen angezündet werden sollten.

(*) Falls der Mossad dahinter steckt, an dieser Stelle ein Lob: Es ist gar nicht so einfach, bairische Hoheitsträger aufzuwecken!

Für uns bedeutet das, dass unser Anliegen wichtiger ist als viele Leute bisher glauben wollten.

Und wir müssen aufpassen, gerade in Hinblick auf Fan-Freundschaften, in wie weit z.B. die Ultra-Szene, die ja eigentlich ebensowenig politisch wie politisch korrekt ist, bereits von Nazis missbraucht und unterwandert ist: Wenn ich einerseits im Ultra-Forum lese, wie toll die Leute »Bengalos« finden, andererseits aber sehe, in welchem eindeutigen Outfit diejenigen rumlaufen, die diese Rauchkerzen zünden, dann kommt mir das Frühstück von vorgestern wieder hoch. (das wär doch mal wieder Stoff für eine ganz heftige Diskussion, oder?)


10:2

Sechzgerstadion

Ob der Abschied wirklich endgültig ist? Immerhin sind die Abrisspläne im Moment nicht ganz aktuell.

Die Löwen-II spielen dort auch 2005/06 – geht hin!


»Aktiv für Demokratie und Toleranz 2002«
1. 4. 2003 Preisverleihung im Münchner Rathaus

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz¹ hat unsere Öffentlichkeitsarbeit mit dem Preis »Aktiv für Demokratie und Toleranz 2002« gewürdigt. Besonders gefreut hat uns neben den Dank des Oberbürgermeisters für unseren Einsatz für Toleranz und gegen Ausgrenzung die Einladung der Vertreterin der jüdischen Gemeinde München zu Dialog und Zusammenarbeit mit dem TSV Maccabi München. Natürlich haben wir uns für den Preis auch bedankt: Ansprache von Klaus Joelsen

Die Abendzeitung München hatte kein Interesse am Thema, die TZ auch nicht. In Bayern 5 Radio wurde ausführlich berichtet.

Auf seiner Webseite schreibt der TSV 1860 unter »Profi-News« (03.04.03, 12:15):

Bündnis für Demokratie und Toleranz: 1. Pressetext, 2. Kurzvorstellung der Preisträger: L.F.G.R.

nach oben • zum Inhaltsverzeichnis

Der FC-Bäh und Nazi-Fans
ein Erlebnisbericht vom Derby

So leids mir auch tut, hier noch ein kleiner Nachtrag zu jenem 15.02.03, den wir alle am liebsten einfach nur schnell vergessen würden. Schon die Anfahrt zu dem grässlichen Ereignis geriet zu einem kleinen Horrortrip, musste ich doch, zusammen mit meiner Frau, hilflos in der Mitte eines überwiegend »rot« besetzten Wagens der U 3 eingeklemmt, das unsägliche Gegröle einer Horde »Roter« von ganz hinten ertragen, die allen Löwenfans lautstark »eine U-Bahn nach Auschwitz« bauen wollte.   zum artikel – H. S.


Kirche und Nazi-Fans
»Das waren keine Nazis, die das Auschwitz-Lied gesungen haben. Nur dumme Fußballfans mit ein paar Bier zu viel.«

Aus einem Leserbrief an »Chrismon« (Ausgabe 02/2003, Beilage u.a. der Süddeutschen Zeitung vom 10.02.03), »Das Leben ist ein Auswärtsspiel«   zum artikel

… Doch da war ja noch diese Textstelle auf Seite 17. Die Cottbusser fahren in Nürnberg U-Bahn. Die »angetrunkenen Nürnberg-Fans« rücken näher und legen nach: »Eine U-Bahn bauen wir, die fährt von Cottbus bis nach Auschwitz, eine U-Bahn bauen wir …«

Nun wird eisern durch die Grölenden hindurchgesehen, bis dann beim Aussteigen Erleichterung Raum greift, schließlich hat man schon viel Schlimmeres erlebt: »In Berlin oder Rostock gäbe es sogar richtig auf die Mütze!«

»Ja, von wem denn?«, fragt sich da der Leser. Von ganz normalen Fußballfans? Die (böse Menschen haben keine Lieder) ihre Pendants vom Spielpartner verbal in das Vernichtungslager Auschwitz schicken?

Ist ihnen eigentlich klar, Herr Marwick, was für ein Bild der Fußball- und Fanszene Sie da für die Leser Ihres Magazins zeichnen, wenn Sie so etwas unkommentiert in den Raum stellen? Wenn Sie sich erkennbar als Neonazis outende Leute, die in der U-Bahn dergleichen von sich geben, als harmlose angetrunkene Fussballfans hinstellen? Wie schwer Sie es Leuten wie uns machen, im Stadion junge Menschen zurechtzuweisen, die noch nicht immer sicher zwischen anrüchigem und erkennbar rechten Gedankengut unterscheiden können?   zum artikel – H. S.

Das Wunder von Bern

Der Ball ist rund, und ein Spiel dauert neunzig Minuten

Ganz bestimmt keine fade Doku, und ganz bestimmt kein Hollywood-Brainfuck. Ich fand ihn klasse, andere waren enttäuscht. Ich empfehle den Film trotzdem, auch für Nicht-Fußballer (ab 6 Jahre).

nach oben • zum Inhaltsverzeichnis

Stoppt den Nazi-Terror!

18.10.2003: Demonstration gegen rechte Gewalt

TransparentAnlässlich der Pläne durchaus bereits bekannter rechtsextremer Aktivisten, bei der Grundsteinlegung des Jüdischen Zentrums am Jakobsplatz in München ein Sprengstoff-Attentat zu verüben (vgl. Spiegel Online¹ 11.9.2003), ruft das Bündnis für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat am 18.10. um 14 Uhr zu einer Kundgebung an der Baustelle auf. Wir waren trotz Heimspiel und FARE¹-Aktionswoche auch dort vertreten.

Unser Transparent am Stadionzaun unter der Nordkurve »AUCH IM STADION: NEIN ZUM RECHTSEXTREMISMUS« war wohl noch vom Flugzeug aus zu lesen – Danke an die Verantwortlichen für ihre Kooperation!

Kurve18.10.2003: FARE-Aktionswoche

Presseinformation der LFGR vom 16.10.2003 zur FARE-Aktionswoche 2003/04: »Fußball-Fans zeigen Flagge und rufen zur Solidarität auf«


Fußball-Revue: 16. Dezember 20:00 in der Clemensburg

Bomber, Bolzer und Blutgrätsche – die etwas andere Fußball-Show (mit Musik und Video). Bei passender Gelegenheit haben wir vor, diese Show nochmals zu präsentieren.


Das Wunder von Fischbachau: »Schaut, da rennt der Benny vor, das gibt gleich ein Löwentor!«

Unser Glückwunsch zum 1000. Bundesliga-Tor für die Löwen an Benny Lauth!¹ Er scheint jetzt alle Tore für den Verein zu schießen – einer muss ja. »Nicht lang auf die Stars vertrauen, das Leder in den Kasten hauen.« Wir wünschen viel Glück in Hamburg!

nach oben • zum Inhaltsverzeichnis

Das All ist rund – Kosmos soll einem Fußball ähneln

Das Universum könnte die Form eines Fußballs haben. Die Daten [eines Satelliten, der die Hintergrundstrahlung misst] deuten nun an, dass die beobachteten Schwankungen im Universum kleiner sind als sie es für ein unendlich sich ausdehnendes Universum sein müssten. Demnach muss das Universum endlich sein. Als Modell haben die Forscher eine Fußball-ähnliche Struktur ermittelt – allerdings mit vier Dimensionen. sueddeutsche.de¹, 9.10.2003

Es ist eines der größten Rätsel der Wissenschaft: Ist das Universum endlich? Forscher glauben, die Lösung jetzt gefunden zu haben: Das Weltall hat Grenzen, es ist ziemlich klein – und sieht aus wie ein Fußball. spiegel.de¹, 9.10.2003


»kicker«¹, 7. 9. 2003: Rostocks Torjäger Martin Max wurde zum ersten »Fußballer des Monats« gewählt. … »Normalerweise darfst du so einen nicht laufen lassen«, ahnte Löwen-Boss Wildmoser. Wie Recht er hat.

Der Name klingt irgendwie bekannt …

5. Oktober: Martin Max ist Torschützenkönig der Saison, zusammen mit Ailton von Werder Bremen, jeweils sieben, wenn auch nicht auf einen Streich.

Auch der Name des Torhüters des VfL Wolfsburg, der den BCBäh am 13.9. mit drei Punkten weniger als gewohnt heim geschickt hat, klingt irgendwie geläufig.


10:2

Rettet das Sechzgerstadion

Sonntag 14. September, Grünwalder Stadion: Tag des offenen Denkmals mit der Löwen-Traditionsmannschaft und »Bunt kickt gut«. Traumergebnis, siehe Foto.

Nostalgie-Derby

Mittwoch, 30. Juli, 20.00 Uhr im Grünwalder Stadion: Blau gegen Rot, auf Löwenseite spielen u.a. Icke Häßler, Bernhard Winkler, Magic Kneissl und Thomas Miller. Stehplätze kosten 5 Euro. Beide Vereine möchten sich bei Oberbürgermeister Christian Ude für sein Engagement beim Bau der Arena in Fröttmaning bedanken. Die Einnahmen gehen an die Stadt, die ihrerseits auf die Stadionmiete verzichtet.

nach oben • zum Inhaltsverzeichnis

Die Bundesliga kehrt heim

(sueddeutsche.de): Die »Sportschau« im Ersten soll unmittelbar vor einem Bundesliga-Comeback stehen. Die ARD ist mittlerweile bereit, wohl bis zu 65 Millionen Euro jährlich zu bezahlen – Privatsender Sat.1 hatte in der vergangenen Saison noch 80 Millionen Euro überwiesen.


Rettet den FC St. Pauli

Insgesamt braucht der Verein 1.95 Millionen Euro, um die Lizenzauflagen beim DFB für die Regionalliga zu erfüllen.


Rettet die Löwen!

Man kann dem FCbäh alles nachmachen, auch die Geldkoffer-Politik unter Spezln. Dazu die Sueddeutsche¹ (16.5.2003): Steuerhinterziehung – 1860-Chef Wildmoser muss 27.000 Euro Strafe zahlen – Dem Gastronom und Chef der Münchner »Löwen« werden, bei dem Prozess vor einem Münchner Amtsrichter verdeckte Gehaltszahlungen an drei Spieler vorgeworfen. …

nach oben • zum Inhaltsverzeichnis

Offener Brief

… an den Aufsichtsrat und an das Präsidium des TSV sowie an die Münchner Presse, 8. Mai 2003

Die Gutsherrenart des Präsidenten können wir nicht mehr akzeptieren. …

nach oben • zum Inhaltsverzeichnis

2002

traditions-elf

September 2002: »Tag des offenen Denkmals« am 8. 9. (auch) im Grünwalder Stadion. Spiel der Traditions-Elf gegen »Bunt kickt gut«. Ein paar »Löwenfans gegen Rechts« sind eingeladen, bei der Traditionsmannschaft mitzugewinnen.

Mai 2002 1. 5. 2002 Marienhof

April 2002: Brief an K-H Wildmoser

März 2002: Alte Liebe rostet nie – St. Pauli in München (30.03.)

Januar 2002: B.A.F.F.-Fest im Feierwerk (19.01.)

Januar 2002: Rollstuhlfahrer im Olympiastadion

nach oben • zum Inhaltsverzeichnis

2001 und davor

Oktober 2001: Derby-Debakel und Wanderausstellung »Flagge zeigen«

Oktober 2001: Pressemitteilung zum Bürgerentscheid »Stadion Großlappen-Fröttmaning«

September 2001: Artikel in »Löwen News« – und unser Kommentar dazu

September 2001: Brief an K-H Wildmoser

Juli 2001: Feierwerk-Fest, Hansastraße: L.F.G.R.-Stand am 19. 7. mit Kicker und viel Info-Material

Juni 2001: Brief an das Präsidium

Juni 2001: München bewegt sich

Juni 2001: B.A.F.F.-Treffen in Oer-Erkenschwick

April 2001: Fan-Forum

April 2001: Anfrage Zwangsarbeiter, aus dem Forum »loewenfans.de«

März 2001: Die LFGR-Party vor dem Derby

Januar 2001: Der erste Flyer im Olympiastadion

Juni 1999: Entwurf einer neuen Stadion-Ordnung – DFB-Vorstand

nach oben • zum Inhaltsverzeichnis

Es gibt einen Text von Max Brym zu unserer Initiative, der zwar nicht mehr ganz aktuell ist, aber die wesentlichen Punkte, warum die »Löwenfans gegen Rechts« entstanden sind, sehr gut darstellt: Rassismus und Antisemitismus im Fußballstadion (in alter Rechtschreibung).

nach oben • zum Inhaltsverzeichnis