2.1 Zweck
und Aufgabe des Vereins [...] Der Verein ist politisch und weltanschaulich neutral. Er spricht
sich mit seinen Mitgliedern ausdrücklich gegen Gewalt sowie Diskriminierung von Geschlecht,
Religion, Rasse, Hautfarbe, Herkunft, Sprache oder Behinderung aus.
9.3 Der Ausschluss aus dem Verein kann erfolgen: [... ] 9.3.1 bei unehrenhaftem,
rassistischem oder diskriminierendem sowie unsportlichem Verhalten innerhalb oder
außerhalb des Vereins.
[Die Formulierungen entstammen dem nicht verwirklichten
Satzungs-Neuentwurf vom Oktober 2006.]
29.10.2009 Bei weitem nicht so gut wie erhofft
verlief der Saison-Auftakt, aber beim Pokal-Achtelfinale gegen Schlacke haben unsere Löwen
gezeigt, wie man gegen auch eine überlegene und (auf Pump) extrem
teuer zusammengekaufte Mannschaft kämpfen kann
Am Montag, den 27. Juli 2009 stellt der TSV offiziell Anton
Löffelmeiers Buch »Die 'Löwen' unterm Hakenkreuz« im Rahmen einer
Podiumsdiskussion
(Franz Maget, Manfred Stoffers, Herbert Schröger,
Dietrich Schulze-Marmeling, Anton Löffelmeier) in der Stadionwirtschaft
(Grünwalder Stadion) vor. Aus lauter Angst, welche Leichen man im Keller
finden wird, ließen Generationen von Präsidien keinen Historiker näher als 1860
Meter an die gammeligen Archive heran.
Jetzt ist es soweit, die
Vergangenheit kann besichtigt werden. Kurzfassung ohne Frage war der TSV ein
Vorzeige-Verein in der Nazi-Zeit, so wie München eine Vorzeige-Stadt war. Der TSV als damals
bürgerlich geprägter Verein tat sich hier weder im guten noch im schlechten hervor. Die
Leute waren nun mal traditionell obrigkeitshörig, ansonsten politisch unkritisch, trauerten
der »Ordnung« des Kaiserreiches nach oder hatten Angst vor der allgegenwärtigen
SA/SS.
Immerhin waren die damaligen Funktionäre zum größten
Teil aktive Löwen und nicht, wie in anderen Darstellungen vermutet, von den Herrschenden
eingesetzte Strohmänner. So war auch der unsägliche Emil Ketterer, der als Teilnehmer am
Hitler-Putsch und Wegbereiter des »Euthanasie«-Massenmordes bestimmt zu denen
gehört, über die man nach dem Grundasatz
»de mortui nihil nisi
bene« so gut wie überhaupt nichts sagen kann, in seiner Jugend aktiver
Leichtathlet für die Löwen. Er wurde dann Präsident des TSV und war
Nazi in einer Zeit, in der die Münchner mehrheitlich Nazis waren.
Das
ist kein Ruhmesblatt, aber auch nichts, wofür sich der Verein mehr schämen müsste
als der Rest der Gesellschaft.
Zu guter bzw. schlechter letzt hatte der TSV
genug Probleme, die Nazi-Zeit höchst selbst überhaupt zu überleben. Vereinssport
war nicht mehr gefragt; Sport sollte in die Volksmilitarisierung einfließen, Jugendarbeit
komplett bei der HJ stattfinden.
Am Ende blieb das übrig, was von ganz
München übrig blieb zu besichtigen unter den Parkanlagen der
Olympia-Berglandschaft.
Der TSV hat den kollektiven Wahnsinn mitgespielt,
das war leider so. Nach 1945 hat man sich von allzu vorbelasteten Akteuren getrennt und einen
Neuanfang organisiert.
Dass man erst einmal keine Lust hatte, über die
Zeit des großen Debakels zu reden, ist dann auch irgendwie verständlich.
Es ist sicher angebracht, sich für den Nazi-Wahn in Deutschland ein klein
wenig zu schämen
(und daraus eine Aufforderung zu verstehen, bestimmte
Dinge jetzt eben besser zu machen), aber für die Löwen an sich muss man sich
nicht schämen.
- Vielen Dank, Anton, dass wir endlich wissen, was
damals wirklich los war! Jedoch schade, dass das Buch mit knapp 20 Euro
ziemlich teuer ist und sich
(jedenfalls für die Zielgruppe, die die
betreffende Zeit immer noch idealisiert) nicht wirklich leicht liest.
Wir gratulieren dem FCB
27.5.2009 Wir gratulieren dem FC
Barcelona zum Finalsieg in der Schwammerl-Liga! Das waren wunderschöne Bilder im Fernseh, oder
wie man auf Spanisch sagt, »bonas dias«
Ingerling
27.5.2009 Auch Bernd Ingerling verlässt das
Löwen-Management. Er wird für 15 Jahre treue Dienste gelobt, ist allerdings auch wegen
seinem Umgang mit Stadionverboten als Sicherheits-Chef und seiner Mitverantwortung an Fehlern und
Seltsamkeiten des bisherigen Managements umstritten. Wir wünschen ihm alles Gute und dem TSV
einen würdigen und weniger überbezahlten also in diesem Sinne
»unvermeidlichen« Nachfolger.
Lienen!
13.5.2009 Nach dem Debakel etwas westlich von
Frankfurt übernimmt Lienen ab sofort. Hoffentlich kann der Mann gut genug zaubern.
Lienen?
11.5.2009 Offiziell ist, dass mit Ewald Lienen eine
Option auf das Trainer-Amt besteht. Inoffiziell gilt als wahrscheinlich, dass der Klassenerhalt
dabei eine Rolle spielt. Wie man die Löwen kennt, wird dies kaum vor Ende des letzten
Spieltages entschieden sein: Wir erinnern uns an Peter Pacults Tor am 11. Juni 1994 kurz nach halb
Vier in einer kleinen Stadt auf halbem Wege zwischen Münster und Emden
280000?
6.5.2009 Mit dem Weggang von Chef-Scout Stefan
Schwarz ist der TSV um einen nicht gerade als effizient geltenden Spezialisten ärmer und um
jährlich 280 Mille reicher (vorausgesetzt, die in der Presse genannten
Zahlen stimmen). Tatsache, so viel kann man als »leg-hunter« bei einem
finanziell maroden Zweitligisten verdienen (plus Provisionen vermutlich),
auch ohne feierbare Erfolge. Wenn Manfred Stoffers noch mehr Verträge dieser Art auflöst,
hat er gute Chancen auf lebenslanges Freibier-Privileg am LFGR-Stammtisch.
Extrem?
29.4.2009 Das »Antifaschistische Informations-
und Dokumentations-Archiv«,
a.i.d.a. e.V., hat in den knapp 20 Jahren seiner ehren-
und ansonsten nicht-amtlichen Arbeit eine Menge Belobigungen und Preise erhalten. Praktisch dem
Gündder-Beggschdein-Orden in kaiserlichem Gießkannen-Stahl gleich, gab es kürzlich
eine weitere und ganz besondere Auszeichnung seitens des freistaatlichen Ministeriums des Inneren:
Die Aufnahme in den Verfassungsschutz-Bericht 2008, sogar unter einer eigens geschaffenen Rubrik
»Sonstige Linksextreme«. Dazu die Aufforderung u.a. an den Bayerischen
Jugendring, nicht weiter mit diesem Verein zusammenzuarbeiten; die wollten ja nur die Demokraten
unterwandern. Großes Tennis!!! Sogar die an sich linientreue »
Bayerische Staatszeitung«¹
mokiert sich heftig:
»Ausgerechnet der Münchner Verein
'Aida' mehrfach auch von staatlicher Seite ausgezeichnet für sein Engagement
gegen Rechts ist im Bericht ebenfalls gelistet.«.
Wir jedenfalls
(die LFGR) wünschen »a.i.d.a.« viel Erfolg bei der
weiteren Arbeit und stellen dem Ministerium für Innereien anheim, sich auch
selbst mal zu überprüfen
Für die Unterwanderung der Demokraten
durch Demokraten!!! Auf die Löwen, auf die Löwen, auf die Löwen,
Prost!!!
Delegierte
28.4.2009 Die Ergebnisse der Delegiertenwahl der
Fußballabteilung sind jetzt bekanntgegeben worden. Von den 174 Sitzen entfielen 143 auf
Kandidaten der Arge und 31 auf sonstige. Das entspricht über 80 Prozent (!) für die
Arge. Warum sollen wir uns um ein faires Wahlsystem Gedanken machen? wir sind doch
schon Demokraten
(nach G. Polt).
Die Namensliste findet ihr unter
»Abteilungsversammlung Fußball
2009«.
Lizenz
22.4.2009 Erstmals seit vielen Jahren hat der TSV die
Lizenz für die nächste Saison ohne besondere Auflagen erhalten. Manager Stoffers meinte
der Presse gegenüber, man habe »konservativ gearbeitet« also
realistische Prognosen abgeliefert. Gute Arbeit; das haben teurere Manager weitaus schlechter
gemacht.
Beihilfen?
8.4.2009 Die Allianz-Arena ist zum Fall für
die EU-Kommission geworden. Diese will prüfen, ob Stadt und Bund beim Bau des
Fußballstadions der Betreibergesellschaft und damit den Vereinen
wettbewerbswidrige Beihilfen gewährt haben. Merkur: »Der Grünen-Politiker [Martin
Runge] hat
Beschwerde wegen wettbewerbswidriger Beihilfen eingelegt.
Um den Bau der Allianz Arena zu ermöglichen, hatte die Stadt das Grundstück im
Fröttmaninger Gewerbegebiet in ein Sondernutzungsgebiet umgewidmet. Sein ursprünglicher
Wert von rund 84 Millionen Euro soll damit nach Aussagen des früheren Kämmerers Klaus
Jungfer um 70 Millionen gesunken sein. Durch einen ausgesprochen niedrigen Erbbauzins habe die
Stadt weitere finanzielle Einbußen bewusst in Kauf genommen, betonte Runges Rechtsanwalt
Markus Rainer. Darüber hinaus habe die Stadt mit Bund und Freistaat mehr als 100 Millionen
Euro für den Ausbau der U-Bahn, der Autobahnanschlüsse oder für den Bau von
Brücken und Rettungswegen zur Verfügung gestellt, die ausschließlich dem Stadion
und dessen privaten Betreibern zugute kamen. Somit liege eine faktische Beihilfe der
öffentlichen Hand vor
»Wenn die Kommission das durchgehen lässt,
macht es irgendwann jeder. Dann hat man keinen Wettbewerb mehr.« Schon vor ein paar
Jahren hatte Runge einen Vorstoß bei der EU-Kommission gewagt, war aber gescheitert. Diesmal
hat die Behörde die Beschwerde
angenommen und ihr das Aktenzeichen CP 62/2009
gegeben.
Merkur
Online¹
Sicherheit?
6.4.2009 Wegen angeblicher Ausschreitungen wurde
der Streetwork-Bus, der im Auftrag des Fanprojekts bei Heimspielen (nach Weisung
der Polizei allerdings auf dem Busparkplatz der Gäste) Anlaufstelle und Treffpunkt
unserer Fans ist, 1 1/2 Stunden vor dem Spiel entfernt, da Gäste die Anwesenheit des
Fanprojekts samt Bus als Provokation empfinden könnten. Auf der Esplanade wurde fleißig
»Gruppenbildung« verhindert. Dass vor der Einlasskontrolle wegen bekannt mangelhafter
Organisation dann »Gruppen« von mehreren hundert Leuten entstanden, war der Polizei
jedoch kein Grund für Sicherheitsbedenken.
Was wirklich geschah: Einige Leute aus
Osnabrück hatten am Vortag am Chinesischen Turm mehr getrunken als eigentlich hineinpasst und
die Form verloren. Das ist nicht schön, hat jedoch mit Randale oder Fan-Gewalt nichts zu tun
und kommt in den Besäufnisanstalten unserer Stadt immer mal wieder vor. Ansonsten waren die
Osnabrücker (abgesehen von diesem doofen Gegentor) pflegeleicht und
friedlich.
Wir appellieren dringend an die Verantwortlichen, dieses kontraproduktive und
gefährliche Herbeireden von Gewalt endlich einzustellen, und fordern Vereinsführung und
Management auf, hier ein ernstes Wort mit den Ordnungshütern zu reden.
Es kann doch
nicht sein, dass ausgerechnet das Fanprojekt als »Sicherheitsrisiko« diffamiert wird!
Aufwachen, Leute!
Die Löwenfans gegen Rechts gratulieren der neuen Abteilungsleitung der
Fußballabteilung recht herzlich zu ihrer Wahl und wünschen ihr bei ihrem schweren Amt
alles Gute und viel Erfolg für unsere geliebten Löwen. Leider ist es uns nicht gelungen,
zusammen mit unseren Freunden von PRO1860, FdS, CN bei der Delegiertenwahl eine Mehrheit zu
erreichen. Angesicht der vermeintlichen Mitgliederstärke der ARGE war dies eh von je her ein
sehr ehrgeiziges Ziel. Nichtsdestotrotz werden wir uns auch weiterhin zum Wohle unseres Vereins
einbringen und einmischen. Wir gratulieren allen gewählten Delegierten zu ihrer Wahl. Als
interessierte und kritische Mitglieder der Fußballabteilung freuen wir uns darüber,
dass es nun jährlich eine Abteilungsversammlung geben wird, die wir gerne nutzen werden, um
von der Abteilungsleitung sowie den Delegierten, unseren Vertretern im Hauptverein, über ihr
Handeln zum Wohle des Vereins informiert zu werden.
Pressemitteilung TSV
6.4.2009 Delegiertenwahl der
Fußballabteilung
Mit knapp 18.000 Mitgliedern ist die Fußballabteilung des
TSV München von 1860 e.V. die mitgliederstärkste Abteilung der Löwen und stellen 174
Delegierte. »Die Auszählung der 907 gültigen Stimmzettel
liegen uns
seit Montag vor«, sagt Robert Reisinger, der neue Fußball-Abteilungsleiter.
»Allerdings können wir die Namen der gewählten Delegierten erst Ende April final
veröffentlichen, da zunächst jeder Delegierte seine Wahl bestätigen
muss.«
Von den 174 Delegierten sind gemäß dem vorläufigen
Ergebnis 144 der ARGE zuzuordnen, 30 stehen PRO1860 nahe. »Ich bedauere sehr, dass unter den
gegebenen Umständen verdiente Mitglieder keine Chance hatten, als Delegierte für den TSV
1860 gewählt zu werden. Es wurden beispielsweise vorgeschlagene Mitglieder aus dem
Ordnungsdienst der Jugendabteilung, den Alten Herren oder von den Schiedsrichtern komplett
übergangen. Ich hätte es sehr begrüßt, wenn auch Vertreter aus diesen
Unterabteilungen der Fußballabteilung in der Delegiertenversammlung vertreten gewesen
wären.
Am Ende haben 15 Stimmberechtigte den Unterschied für die
Mehrheitsverhältnisse ausgemacht.«
Kooperation
6.4.2009 Heute ging eine gemeinsame Erklärung
von Pro-1860 und Arge durch die Drähte, in der beide betonten, künftig zum Wohle des
Löwen zu kooperieren. Wir werden den Beteiligten diese Erklärung bei jeder passenden
Gelegenheit unter die Nase halten und zwar Freunden und
»Nicht-ganz-so-Freunden« gleichermaßen! Unter anderem wäre ein Beschluss
der Abteilungsversammlung umzusetzen, nämlich der, das depperte Delegiertensystem endlich
abzuschaffen was die Arge bisher mit allen Mitteln bis hin zum Scheitern der
Satzungs-Kommission 2008 verweigert hat.
Robert Reisinger
29.3.2009 Robert Reisinger ist mit einer
2/3-Mehrheit zum neuen Abteilungsleiter Fußball gewählt worden. Daniel Bauer ist zum
Vize gewählt, Thomas Probst zum Kassier. Nach KHWs Satzung muss der Vereinsrat die Wahl
bestätigen. Theoretisch kann der Vereinsrat nach Gutdünken andere Leute einsetzen als
die gewählten. Das sollte er sich allerdings gut überlegen.
Beschlüsse der Abteilungsversammlung
- Wiedereinführung einer Mitglieder- statt Delegiertenversammlung als oberstes
Organ des Gesamtvereins
- Jährliche Durchführung einer Mitgliederversammlung der Fußballabteilung (statt wie bisher nur wenn Wahlen anstehen)
- Rückführung der Rechte an Logo und Symbol zum TSV 1860 e.V.
- Abschaffung des Vereinsrates in vorliegender Form; Bildung eines Sportausschusses, der dann in
erster Linie für die Belange der aktiven Sportler zuständig ist (und
eben nicht als scheindemokratisches Organ unter Vorsitz des Präsidenten allen Entscheidungen
vorgreift)
Kernschmelze?
28.3.2009 Andreas Kern, der zweite Vorsitzende
der Arge in einem
SZ-Interview¹ (Zitat wörtlich): »
Wir sind der Meinung, dass
eine Einmischung von Delegierten und Fangruppierungen in die Vereinspolitik grundsätzlich
verkehrt ist«. Geht's denn noch? »Einmischung« der Delegierten in den Verein?
Herr Kern, das Deutsche Reich existiert nicht mehr! Wir lesen gemeinsam: »
Die
Delegiertenversammlung ist das oberste beschließende Vereinsorgan« (Satzung,
§ 13.1). Solche Äußerungen sind ein Ausschlussverfahren wert, Herr Kern! Und zwar
für den ganzen Arge-Vorstand, falls dies wiklich die dort vorherrschende Ansicht ist, wie
Herr Kern behauptet. Vgl. § 32 BGB: »
Die Angelegenheiten des Vereins
werden
durch Beschlussfassung in einer Versammlung der Mitglieder
geordnet.« Alles klar?
Tanner geht
27.3.2009 Ernst Tanner, Leiter des
Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) verlässt den TSV. Im Gegensatz zu
beinahe allen personellen Veränderungen der letzten Jahre ist in diesem Fall der einhellige
Kommentar: »Schade.« Wir wünschem ihm viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe und
unserem Nachwuchs einen ähnlich fähigen Nachfolger und hoffen eines Tages
auf eine Rückkehr zu den Löwen.
'Deal' geplatzt
4.3.2009 Der Investoren-'Deal' ist vom Tisch,
die gegenwärtige Konstellation lässt das geplante Modell wohl nicht zu. Immerhin hat sich
der TSV für klare Zuständigkeiten ausgesprochen, das ist eine gute Idee. Insgesamt
scheint die Konstruktion mit der GmbH & Co KGaA nicht das Wahre zu sein man sollte
vielleicht darüber nachdenken, ob man nicht die sportliche Leitung in eine GmbH umwandelt und
daneben eine reine Finanzierungs-Gesellschaft aufbaut (von der man eventuell auch
Anteile verkaufen kann), um auch hier die Zuständigkeits-Bereiche klar zu trennen.
Damit sollte dann auch die DFL leben können.
Kurz entlassen
24.2.2009 Nach der Entlassung des Trainers, zu
dem man nach offizieller Verlautbarung mindestens bis Saison-Ende halten wollte, nehmen wir die
Euphorie in Sachen Neuanfang vorläufig zurück.
Na also!
11.2.2009 Wir begrüßen den
»unvermeidlichen Nachfolger« herzlichst als Geschäftsführer des TSV (KGaA)! Manfred Stoffers, bei den Löwen bekannt vom ehemaligen
Sponsor Festina, ist ab sofort Sprecher der KGaA. Nein, wir hatten keine Insider-Info
darüber, und wir freuen uns um so mehr, im Löwen-Team einen rührigen Menschen zu
haben, der weiß, was er will, und der sich nicht von jedem Presse-Praktikanten unterbuttern
lässt.
Und jetzt??
8./10.2.2009 Nach DFL-»Bedenken«
wurde das Geschäft mit Schwarzer vorläufig abgeblasen. Die Kontinuität des Chaos
ist also ungetrübt. Wir werden wohl erst einmal aufhören, diesen ganzen Schwachsinn, der
da durch die »schöne runde Welt« der Funktionäre und Berichterstatter zu
toben scheint, weiter zu verfolgen und zu kommentieren: »Muss das
Präsidium jetzt zurücktreten? Wann gehen bei 1860 die Lichter
aus? Giftgrüner Komet im Anflug! So werden hilflose Senioren
geprellt! Was darf der Chef? Bruchpilot will Waffen
zurück! Vier Zebras irren durch Augsburgs Straßen! Binnen 24
Stunden: Frau zweimal volltrunken hinterm Steuer! Verkehrskontrolle in Österreich
verfassungswidrig!
«
Irgendwann werden wir wissen, wie auch diese
Episode ausgegangen ist.
Frischer Wind?
2.2.2009 Wir begrüßen Miroslav
Stević als neuen Sportdirektor des TSV und verabschieden uns ebenso herzlich von Stefan
Reuter. Stević hat von 1994 bis 1998 bei den Löwen gespielt sowie u.a. zur WM 1998 in
der Jugoslawischen National-Elf. Wir wünschen ihm gutes Gelingen und uns, dass
der Fußball wieder Thema Nr. 1 bei den Löwen wird
»добро дошао!«
Sehr
schön ist sein Umgang mit der Presse: Er gibt den Leuten Futter, und die Herrschaften
müssen sich nicht irgendwelchen Quatsch aus den Fingern saugen.
Da die Führung
eines Unternehmens mit 25 Millionen Jahresumsatz und die sportliche Leitung einer
Bundesliga-Mannschaft durchaus unterschiedliche Qualifikationen erfordern, soll es dafür
künftig eigene Geschäftsführer bei 60 geben (was macht eigentlich
Manfred Stoffers?).
Zugleich gibt der Berliner Unternehmer Nicolai Schwarzer den
Löwen Geld für neue Spieler. Er erhält dafür die Option auf 20 Prozent Anteile
an der KGaA und entsendet zwei Aufsichtsräte. Seine Ansage, er wolle Geld verdienen, und als
erstes müsse das »strukturelle Defezit« weg, klingt schon mal wesentlich besser
als besagte »Rettung« durch Kredite zu 15 Prozent Jahreszins.
Jedenfalls ist
Schwarzer kein Wurstfabrikant und scheint auch kein Spezl des Aldi-Zulieferers zu sein. Im
Gegenteil: Der Bratwurst-König tobt das kann doch nur ein gutes Zeichen
sein
Die Pressemeldung, eine Firma mit Briefkasten in Virgin Islands steige bei
60 ein, ist definitiv falsch aber so hätte es durchaus kommen können!
Vielen Dank an den langjährigen Präsidenten, dessen Misswirtschaft all dies erst
ermöglicht hat!
Auch dürfen wir uns mit Freuden vom Haupt-Sponsor Trenkwalder und
seinem roten Schriftzug verabschieden.