Viele haben abgeschworen der TSV weiß wohl gar nicht, was er verloren hat.

Schweren Herzens und nach reiflicher Überlegung habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen. Hierbei möchte ich betonen, dass keineswegs sportliche Belange mich dazu bewogen haben. Ich bleibe natürlich ein Löwe, kann mich jedoch mit dem Verein, wie er sich in den letzten Jahren entwickelt hat, nicht mehr identifizieren. Imageverlust, Verhalten gegenüber den Fans, Demokratieverständnis im Verein, Schmusekurs und gemeinsamer Stadionbau mit den Unaussprechlichen sind nur einige Punkte, die ich dazu anführen möchte. Eigentlich hatte ich vor, eine ausführlichere Begründung zu verfassen, doch Ludger Schulze hat mir diese Arbeit durch seinen Kommentar in der Süddeutschen Zeitung vom 13.03.03 (zum Trainerwechsel) netterweise abgenommen (es gibt also doch Leute, die diese Zeitung lesen, Herr Wildmoser). Ich kann Herrn Schulzes Ausführungen Punkt für Punkt unterschreiben:
Hinzufügen möchte ich noch, dass ich Mitglied der Fan-Initiative Löwenfans gegen Rechts bin, und als solches an mehreren Fan-Foren teilgenommen habe. Auch die »Zusammenarbeit« des Vereins mit uns ist einer der Gründe, der mich zum Austritt bewog. Zum Abschluss noch an Herrn Wildmoser persönlich: nach dem ersten Fan-Forum, an dem ich teilgenommen habe, sagten Sie mir: »Ihr wissts gar ned, wie wichtig ihr seids.«
Wir schon, nur Sie anscheinend nicht.
Ich bin seit knapp 40 Jahren Fan der Löwen und besuche auch regelmäßig seit damals die Spiele der Löwen. Ich bin mit dem Verein durch Dick und Dünn gegangen (z.B. Bayernliga-Zeiten). Ich will damit auch zum Ausdruck bringen, dass meine Kündigung nichts mit sportlichen Belangen oder Erfolgen der Löwen zu tun hat.
Frühestens zum Zeitpunkt wo klar war, dass Herr Wildmoser den endgültigen Umzug vom Grünwalder ins Olympiastadion beschloss, bestätigte sich meine Skepsis, dass Herr Wildmoser dem Verein einen (negativen) Stempel aufdrückt und damit eine neue Epoche einleitete. Mir sind noch sehr wohl die Worte in den Ohren: Zitat: »vielleicht verlieren wir durch den Umzug 500 oder auch 1000 Fans. Im Olympiastadion könnten wir aber 30000 dazu gewinnen.« Das war im Prinzip der Beginn der Ausgrenzung von Fans und Fangruppen. Ab dem Zeitpunkt wurden immer mehr Fans und Fangruppen nicht nur ignoriert, sondern, schlimmer noch, auch diskriminiert. Letztes Beispiel: die ausfälligen Bemerkungen des Herrn Englert bei der Mitgliederversammlung. am 16.3.2003 gegenüber kritischen Fans.
Ein weiterer wichtiger Grund ist für mich der Schmusekurs mit den Roten von der
Säbenerstr., der darin gipfelte mit ihnen gemeinsam ein neues Stadion zu bauen. Vorbei wars
nun endgültig mit der eigenen Identität, der mal existierenden
Bodenständigkeit, eben sagen zu können: ich bin stolz, ein Löwe zu
sein. Ich kann mich eben unter anderem aus diesen Gründen nicht mehr mit diesem Verein unter
dieser Vereinsführung identifizieren, und dass ich damit nicht alleine bin, weiß ich aus
meinem Fußball-Freundeskreis, und das belegen letztendlich auch die Zuschauerzahlen.
Ich kann mit meinem weiß-blauen Gewissen nicht vereinbaren, mit meinem Mitgledsbeitrag diese Vereinspolitik direkt zu unterstützen und zu finanzieren.
Ich hoffe, es kommt mal wieder die Zeit, wo der TSV 1860 wieder zu dem wird, was er für mich bedeutet.
Unter dieser Vereinsführung sehe ich da leider schwarz (rot(), aber vielleicht passiert noch ein Wunder
Wahrscheinlich wird es Sie eh nicht interessieren, dennoch möchte ich Ihnen diesen Schritt, der mir viele schlaflose Nächte bereitet hat, begründen.
Seit meiner frühesten Kindheit habe ich Spiele vom TSV 1860 verfolgt. Wir spielten damas in der Bayernliga. Für mich war Sechzig immer eine Faszination, etwas ganz Eigenes. Darum hat es mir auch nichts ausgemacht, dass wir in der dritten Liga gespielt haben und meistens vergeblich auf den Aufstieg gehofft haben. Aber wir hatten unseren Stolz, wir standen für etwas und waren nicht der FC B*****.
Heute nach etwa 20 Jahren ist das anders. Ich schäme mich, ein Löwe zu sein, der TSV 1860 ist in der Öffentlichkeit synonym mit Karl-Heinz Wildmoser, und wir sind der kleine FC B*****. Ich kann mich mit diesem Verein nicht mehr identifizieren. Er hat einfach nichts mehr mit dem zu tun, was ich als 1860 kennen gelernt habe.
Besonders ärgert mich die Sturheit des Präsidiums in der Stadionfrage. Das Präsidium hat einfach über die Köpfe der Mitglieder hinweg entschieden. Seriöse Antworten auf die Frage der Finanzierung hat das Präsidium bis heute nicht gegeben. Gebetsmühlenartig wird wiederholt, dass dazu ja die Betreibergesellschaft da sei. Wie diese jedoch im Detail finanziert wird, wird bewusst verschwiegen.
Genauso erbost bin ich über die Zensurpolitik der Vereinsführung. Kritische Äußerungen auf der Homepage werden von einem Zensor gelöscht, kritische Mitglieder vom Präsident verunglimpft oder sogar aus dem Verein ausgeschlossen. Demokratische Strukturen im Verein sind über Jahre hinweg ausgemerzt worden. Heute wird der TSV 1860 nur noch von Vater und Sohn Wildmoser nach Gutsherren-Art geleitet.
Uns Mitgliedern und Fans missfällt ebenso die ständige Politik der Imitation des FC B*****. Zunächst behauptet der Präsident, »der FC B***** ist das Vorbild« des TSV 1860. Das ist es sicher nicht, sonst wären wir direkt Fans von ihm geworden und nicht von einer zweitklassigen Kopie. Später musste man Mitglied werden, um eine Jahreskarte erwerben zu können. Zur Krönung der ganzen Anbiederung wünscht der Präsident auch noch den B***** die Meisterschaft. Hoffentlich wird B***** Meister, und im Löwenstüberl wird zur Feier des Tages Freibier ausgeschenkt!
Nicht zuletzt kann ich es auch nicht nachvollziehen, wieso ständig über den »Zuschauerschwund« gerätselt wird. Mal ist das Wetter zu gut, mal zu schlecht, dann ist Wies'n usw. Das sind doch keine Erklärungsansätze. Wenn sich das Präsidium eingehend mit den Mitgliedern und Fans des TSV 1860 auseinander setzen würde, anstatt ständig den Sphären von Fröttmaning und Beckenbauer zu schweben, dann wüsste man sehr wohl, wo das Problem liegt: der Verein wurde jahrelang an den Wünschen der Mitglieder und Fans vorbei geführt, wie oben beschrieben. Dadurch ist bei uns Mitgliedern und Fans jegliche Identifikation mit dem Verein verloren gegangen. Jetzt ist der Punkt erreicht, an dem die letzten Fans die Nase voll haben und sich vom Verein abwenden. So wie ich!
Ich bin gespannt, zu welchem Ergebnis der von Ihnen engagierte Imageberater bei der Analyse der Gründe des »Zuschauerschwundes« kommt. Falls Sie oder Ihr Imageberater an meiner Perspektive (und der vieler anderer Löwenfans, die ich kenne) in diesem Punkt interessiert sind, können Sie mich gerne kontaktieren.
Ich kann den TSV München von 1860 e.V. ab sofort nicht mehr in seinen größenwahnsinnigen Plänen durch meinen Mitgliedsbeitrag unterstützen und diese Politik der Ignoranz und Arroganz gegenüber den Mitgliedern und Fans, die den Verein schon Jahrzehnte vor der Präsidentschaft des Herrn Wildmoser unterstützt haben, mittragen.
Hiermit möchte ich meine Mitgliedschaft zum nächstmöglichen Termin kündigen.
Obwohl ich davon ausgehe, dass Sie meine Gründe höchstwahrscheinlich nicht interessieren werden, nenne ich Ihnen die wichtigsten.
Seit über 25 Jahren bin ich Löwenfan, Mitglied seit 1993. Wie jeder Löwenfan habe ich viel gefeiert, gefiebert und gelitten mit den Löwen. Seit der Präsidentschaft von KHW hat sich sehr viel verändert im Verein. Zuerst die sportliche Seite mit dem Aufstieg, aber auch die Vereinsausrichtung mit der Einführung der Alleinherrschaft des KHW, der sukzessiven Entmachtung der Mitgliederversammlung, dem freiwilligen und unnötigen Umzug ins Olympiastadion und die Aufgabe der gewachsenen Identität zu Gunsten einer profillosen grauen Maus. Mit den durchschnittlichen Zuschauerzahlen, die wir seit Jahren im Olympiastadion erzielen, wäre es keine Schwierigkeit gewesen in einem dann wahrscheinlich renovierten Grünwalder Stadion zu spielen. Jetzt kam noch die Entscheidung eines größenwahnsinnigen Präsidenten hinzu, mit dem Erzrivalen ein Stadion zu bauen, das nur den Roten dienen kann und nicht uns. Der drohende Abstieg verdeutlicht den Schwachsinn dieses Projekts.
Kurz keimte jetzt, nachdem KHW zurückgetreten ist, Hoffnung auf, dass grundlegende Strukturen innerhalb dieses Vereins reformiert und demokratisiert werden.
Nun tritt aber das ganze Chaos zu Tage, das KHW mit seiner diktatorischen Vereinsführung verursacht hat. Es gibt niemand im Verein, der in der Lage ist, diesen Verein zu führen und zu reformieren. Kein Wunder, sämtliche vernünftigen Köpfe und auch die Opposition wurden drangsaliert und rausgeworfen, wenn sie es wagten den Präsidenten zu kritisieren. Da kann es jetzt niemand geben, der einigermaßen den klaren Kopf behält. Da wird gemauschelt, intrigiert und gemobbt. Und ein jeder will seine Pfründe erhalten.
Aber dem Fass den Boden schlägt unsere Vereinsführung aus. Da tritt ein völlig inkompetenter Sportdirektor vor die Presse und sagt allen Ernstes, dass der Verein im Geiste von KHW weitergeführt werden muss. Da sagt ein Präsident, darauf angesprochen, dass der das wohl nicht so gemeint habe. Oh nein, ich glaube er hat es so gemeint!!!
Meine Hoffnung mit dem Rücktritt von KHW würde sich endlich etwas bewegen beim TSV ist zutiefst enttäuscht worden. KHW hat viel von meiner Liebe zum TSV kaputt gemacht. Trotzdem habe ich immer Hoffnung gehabt und wollte nicht aufgeben. Den Verein im Geiste Wildmosers weiterzuführen, Herr Dufner und Herr Auer, haben sie damit endgültig zerstört!!!!!!
Bitte verschonen Sie mich mit einem Brief à la »Wir bedauern zutiefst «. Senden sie mir einfach meine Austrittsbestätigung!!!!